Börsen in Europa am Morgen: Indizes notieren in der Verlustzone, France Télécom nach Zahlen gesucht


22.02.12 10:42
aktiencheck.de

Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Aktienindizes notieren im frühen Mittwochhandel im Minus. Nachdem die Finanzhilfen für Griechenland erwartungsgemäß bewilligt wurden, nehmen die Anleger weiter Gewinne mit. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit 0,63 Prozent auf 2.525,48 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechtert sich um 0,56 Prozent auf 2.496,75 Zähler. Die europäischen Länderbörsen zeigen eine negative Tendenz.

Die französischen Verbraucherpreise sind im Januar 2012 nach Angaben der Statistikbehörde INSEE mit vermindertem Tempo angestiegen. So sank die Jahresteuerungsrate der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone auf 2,3 Prozent, nach 2,5 Prozent im Vormonat. Im Vormonatsvergleich gingen die Lebenshaltungskosten um 0,4 Prozent zurück, gegenüber einer Preissteigerung um 0,4 Prozent im Dezember. Im CAC 40 rücken France Télécom um 1,5 Prozent vor. Der Telekommunikationskonzern musste angesichts rückläufiger Umsätze im vierten Quartal ein niedrigeres operatives Ergebnis ausweisen. Die Erwartungen wurden jedoch geschlagen. Im Gesamtjahr ging das Nettoergebnis indes klar zurück. Das EBITDA (revidiert) belief sich im Schlussquartal auf 3,47 Mrd. Euro, im Vergleich zu 3,61 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Umsatz fiel indes um 2,6 Prozent auf 11,43 Mrd. Euro. Analysten waren im Vorfeld von einem EBITDA von 3,42 Mrd. Euro und Erlösen von 11,38 Mrd. Euro ausgegangen. Im Geschäftsjahr 2011 betrug der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen knapp 3,9 Mrd. Euro, im Vergleich zu 4,88 Mrd. Euro im Vorjahr. Das operative Ergebnis verbesserte sich dagegen von 7,56 Mrd. Euro auf 7,95 Mrd. Euro, während das EBITDA (revidiert) um 3,7 Prozent auf 15,08 Mrd. Euro abnahm. Der Umsatz verringerte sich um 0,5 Prozent auf 45,28 Mrd. Euro. Technip hat indes einen weiteren Großauftrag erhalten. So hat der Ölkonzern Statoil (ISIN NO0010096985 / WKN 675213) den Ölfeld-Servicedienstleister mit der Lieferung und der Installation von Equipment für ein Offshore-Bohrprojekt vor der norwegischen Küste beauftragt. Der Auftragswert wurde auf insgesamt mehr als 150 Mio. Euro beziffert. Die Papiere von Technip verlieren 0,3 Prozent an Wert. An der Indexspitze rauschen Peugeot um 9,7 Prozent nach oben, nachdem der Automobilhersteller mitteilte, das man sich im Zusammenhang mit der Globalisierungsstrategie nach einer potenziellen Kooperation oder Allianz umschaue.

Zahlenausweise gab es heute auch aus Österreich. Dabei stehen die Aktien von OMV mit einem Zugewinn von 2,1 Prozent im Blick. Der Konzern wartete im vierten Quartal mit einem deutlichen Gewinnanstieg auf. So lag der Betriebserfolg im Berichtszeitraum mit 533 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 582 Mio. Euro. Bereinigt um Einmaleffekte verbesserte sich das EBIT jedoch um 15 Prozent auf 698 Mio. Euro. Das bereinigte EBIT vor Lagerhaltungseffekten kletterte im Vorjahresvergleich um 29 Prozent auf 730 Mio. Euro. Unter dem Strich wies der österreichische Ölmulti beim Periodenergebnis einen Anstieg auf 207 Mio. Euro aus, nach 88 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Periodenüberschuss vor Lagerhaltungseffekten kletterte um 51 Prozent auf 326 Mio. Euro. Profitieren konnte der Konzern vor allem von den deutlich angestiegenen Ölpreisnotierungen. Wesentlichen Anteil hatte auch der deutlich höhere Ergebnisbeitrag der rumänischen Tochter Petrom. Indes musste Rosenbauer International (ISIN AT0000922554 / WKN 892502) im abgelaufenen Fiskaljahr einen Umsatzrückgang hinnehmen. Demnach lag der Umsatz des Feuerwehr-Ausrüsters auf Basis vorläufiger Zahlen mit 541 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 595,7 Mio. Euro. Wenngleich das Rekordergebnis des Vorjahres mit einem EBIT von 41,4 Mio. Euro (2010: 49,7 Mio. Euro) nicht erreicht werden konnte, lag die EBIT-Marge mit 7,7 Prozent weiterhin auf hohem Niveau. Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag im Fiskaljahr 2011 nach vorläufigen Berechnungen bei 40,3 Mio. Euro, nach 49,1 Mio. Euro im Vorjahr. Der Titel verbilligt sich um 1,1 Prozent.

Wolters Kluwer verschlechtern sich um 0,1 Prozent. Der Verlagskonzern musste im abgelaufenen Fiskaljahr angesichts hoher Einmalbelastungen einen Gewinnrückgang ausweisen. Der Umsatz lag im Berichtszeitraum mit 3,35 Mrd. Euro über dem Vorjahreswert von 3,31 Mrd. Euro. Beim Nettogewinn (inklusive nicht weitergeführter Geschäftsaktivitäten) wies der Verlagskonzern einen deutlichen Rückgang auf 118 Mio. Euro aus, nach 287 Mio. Euro im Vorjahr. Dabei hatten Einmalbelastungen in Höhe von 112 Mio. Euro im Zuge von Wertberichtigungen auf das Ergebnis gedrückt. Der Nettogewinn aus dem fortgeführten Geschäft lag bei 242 Mio. Euro, nach 296 Mio. Euro im Vorjahr.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.525,48 (-0,63 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.496,75 (-0,56 Prozent) FTSE 100 (London): 5.908,28 (-0,34 Prozent) CAC40 (Paris): 3.450,88 (-0,41 Prozent) MIB (Mailand): 16.612,65 (-0,59 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.696,10 (-0,81 Prozent) SMI (Zürich): 6.196,30 (-0,67 Prozent) ATX (Wien): 2.208,29 (-0,28 Prozent) (22.02.2012/ac/n/m)





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