EnviTec Biogas AG

Seite 1 von 50
neuester Beitrag:  11.05.12 15:31
eröffnet am: 03.07.07 10:49 von: BackhandSmash Anzahl Beiträge: 1229
neuester Beitrag: 11.05.12 15:31 von: cielero Leser gesamt: 99694
davon Heute: 36
bewertet mit 24 Sternen

Seite:  Zurück   1  |  2    |  50    von   50     
03.07.07 10:49
#1 EnviTec Biogas AG
EnviTec Biogas AG deutsch

EnviTec Biogas AG plant Erstnotiz für den 12. Juli 2007: Kapital für Expansion im Ausland und Forschung & Entwicklung

Corporate News übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
**************************************************

- Angebot von bis zu 5.160.000 Aktien inklusive Greenshoe
- Preisspanne 42 bis 52 Euro
- Streubesitz nach IPO und vollständig ausgeübter Mehrzuteilungsoption rund
34,4 Prozent
- Zeichnungsfrist voraussichtlich vom 2. bis 11. Juli 2007

Lohne/Frankfurt, den 2. Juli 2007 – Die EnviTec Biogas AG (ISIN:
DE000A0MVLS8, WKN: A0MVLS) mit Sitz im niedersächsischen Lohne plant für
den 12. Juli 2007 die Notierungsaufnahme im Teilbereich Prime Standard des
Amtlichen Marktes an der Frankfurter Wertpapierbörse: Der mit einer
installierten elektrischen Anschlussleistung von insgesamt rund 65,6
Megawatt (Stand: 31. März 2007) führende Anbieter von Biogasanlagen in
Europa will insgesamt bis zu 5.160.000 Stückaktien anbieten. Davon stammen
bis zu 3.000.000 Aktien aus einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen. Bis zu
1.487.000 Aktien werden von den Unternehmensgründer-Familien von Lehmden,
Ruhe, und Schulz zur Verfügung gestellt, die über ihre
Beteiligungsgesellschaften derzeit 100 Prozent an EnviTec halten. Darüber
hinaus bieten sie weitere bis zu 673.000 Aktien im Rahmen einer
Mehrzuteilung an. Auch nach dem IPO bleiben die Gründer mittelbar mit
insgesamt rund 65,6 Prozent an EnviTec Biogas beteiligt. Olaf von Lehmden,
CEO der EnviTec Biogas AG: 'Die Möglichkeiten, die Biogas bietet, sind
großartig. Und wir stehen noch am Anfang.' EnviTec Biogas hat im
Geschäftsjahr 2006 einen Konzernumsatz von 100,7 Millionen Euro und ein
EBIT von 18,5 Millionen Euro erzielt. Die positive Unternehmensentwicklung
hat sich auch in 2007 fortgesetzt: EnviTec hat im ersten Quartal 2007 den
Umsatz auf 32,8 Millionen Euro verdreifacht (1. Quartal 2006: 10,9
Millionen Euro). Das EBIT stieg im Berichtszeitraum von 0,8 Millionen Euro
im ersten Quartal 2006 auf 5,9 Millionen Euro.

Die Transaktion wird von Dresdner Kleinwort als Konsortialführer sowie der
Berenberg Bank und der WestLB als Co-Lead Manager begleitet. Die
Preisspanne wurde auf 42 bis 52 Euro je Aktie festgelegt. Die Roadshow
beginnt heute.

Mittelverwendung
Mit dem Erlös aus dem Börsengang möchte EnviTec insbesondere im Ausland den
Bau von Biogasanlagen weiter forcieren und dort auch zusammen mit Partnern
vermehrt eigene Biogasanlagen betreiben. Bereits heute ist EnviTec mit
eigenen Gesellschaften, Joint Ventures oder Vertriebsbüros in den
Niederlanden, in Italien und Großbritannien, in Ungarn, Tschechien, der
Ukraine und in Indien tätig. In Belgien, Kroatien und Rumänien realisieren
und projektieren die Niedersachsen bereits Biogasanlagen. Olaf von Lehmden:
'Es gilt, die ausländischen Märkte heute zu besetzen, um dort morgen und
übermorgen erfolgreiche Geschäfte machen zu können. Wir wollen das frische
Kapital aus dem Börsengang unter anderem dafür einsetzen, unsere gute
Startposition für die Erschließung neuer Märkte auszubauen.' Darüber hinaus
beabsichtigt das Unternehmen, verstärkt in den Bereich Forschung &
Entwicklung zu investieren. Hier konzentriert sich EnviTec darauf, die
Anlageneffizienz durch die Aufbereitung der Gärreste weiter zu steigern.
Bereits heute erzielen die von EnviTec im Jahr 2006 errichteten und
betreuten Biogasanlagen nach der Anlaufphase eine Auslastung von
durchschnittlich mehr als 90 Prozent. Weitere F&E-Themen, mit denen sich
EnviTec intensiv befasst, sind die Feststoffvergasung und die Aufbereitung
von Biogas zu Erdgasqualität. Ebenfalls im Fokus steht, ein Verfahren
weiter zu entwickeln, mit dem die aus der Biogasgewinnung anfallende Wärme
in Strom umgewandelt wird.

Aktionärsstruktur vor und nach IPO
Vor dem Börsengang halten die von Lehmden Beteiligungs GmbH 50 Prozent, die
Ruhe Verwaltungs GmbH 16,7 Prozent und die TS Holding GmbH 33,3 Prozent an
der EnviTec Biogas. Nachdem das Angebot durchgeführt wurde, werden die von
Lehmden Beteiligungs GmbH mit 35 Prozent, die Ruhe Verwaltungs GmbH mit
11,7 Prozent und die TS Holding GmbH mit 23,4 Prozent beteiligt sein (ohne
Ausübung der Mehrzuteilungsoption). Der Streubesitz wird bei rund 29,9
Prozent liegen. Nach vollständiger Ausübung der Mehrzuteilungsoption ergäbe
sich folgende Beteiligungsstruktur: 32,8 Prozent hält die von Lehmden
Beteiligungs GmbH, 10,9 Prozent die Ruhe Verwaltungs GmbH und 34,4 Prozent
die TS Holding GmbH. Der Streubesitz beläuft sich dann auf rund 34,4
Prozent. Die von Lehmden Beteiligungs GmbH, die Ruhe Verwaltungs GmbH und
die TS Holding GmbH haben sich dazu verpflichtet, in den ersten zwölf
Monaten nach der Notierungsaufnahme keine Aktien zu verkaufen (Hard Lock
Up) und in den darauf folgenden zwölf Monaten nur nach vorheriger
schriftlicher Zustimmung des Konsortialführers (Soft Lock Up).

Die Aktien sollen in Deutschland im Rahmen eines öffentlichen Angebotes und
im Ausland im Rahmen einer internationalen Privatplatzierung außerhalb der
USA angeboten werden. Interessierte Anleger können die Aktien
voraussichtlich in der Zeit vom 2. bis 11. Juli 2007 zeichnen. Die
Angebotsfrist endet für Privatanleger voraussichtlich um 12 Uhr (MEZ) und
für institutionelle Investoren um 16 Uhr (MEZ). Die genauen
Angebotsbedingungen ergeben sich aus dem am 29. Juni 2007 durch die
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gebilligten
Prospekt, der auf der Internetseite des Unternehmens
www.envitec-biogas.de veröffentlicht ist.

EnviTec Biogas deckt die gesamte Wertschöpfungskette für die Herstellung
von Biogas ab: Dazu gehört die Planung und der schlüsselfertige Bau von
Biogasanlagen ebenso wie deren Inbetriebnahme. Das Unternehmen sorgt für
den biologischen und technischen Service und bietet zusätzlich das gesamte
Anlagenmanagement und die Betriebsführung an. Daneben betreibt EnviTec auch
eigene Biogasanlagen. In Penkun in Mecklenburg-Vorpommern baut EnviTec
derzeit den nach eigener Kenntnis weltweit größten Biogaspark mit einer
elektrischen Anschlussleistung von 20 MWel.


Auszug-Quelle: HOSCHKE & CONSORTEN Public Relations GmbH  
Seite:  Zurück   1  |  2    |  50    von   50     
1203 Postings ausgeblendet.
25.04.12 15:10
#1205 Anmerkung zu Biogas-Aktien

Ich habe gerade die Beiträge zu Envitec, Schmack, Biogas Nord etc. gelesen und wundere mich darüber, dass Biogasaktien für ach so unterbewertet gehalten werden.

Auch wenn Biogas nicht mit Apple, Google, Facebook & Co. mithalten können, so träumen doch einige Biogasaktionäre davon, auf eine Technologie gesetzt zu haben, die als Überflieger dicke Gewinne und Kurssprünge produzieren soll. Da der gebeutelte deutsche Steuerzahler nichts dagegen ausrichten kann, sind in der Tat ein paar Wenige anfangs mit Biogasinvestments richtig reich geworden. Aber das ist alles NICHT NACHHALTIG!!!

Im Ausland werden weiter AKWs gebaut (!) und aufmerksam verfolgt, was für Erfahrungen Deutschland an den Live-Versuchen mit NaWaRo-, Bioabfall- und Gülle-Anlagen macht. Die Überförderung deutscher Prägung wird vermieden und so bleibt der deutsche Traum von gigantischen Biogasanlagenpotentialen im Export eine Illusion. Nur die auf Biobfall oder Gülle basierenden Anlagen werden weltweit dauerhaft eine Zukunft haben. Aber das ist größtenteils spezialisierter oder innovativer Ingenieurbau mit entsprechend hohen Haftungsrisiken und geringen Stückzahlen.

Die Hauptfeinde der Biogasindustrie sind steigende Agrarpreise und nicht steigende Gaspreise. Die Chinesen kaufen weltweit Agrarflächen auf und weitere Schwellenländer werden folgen. Da ist nicht mit sinkenden Agrarpreisen zu rechnen. Die Zeiten, wo Biomasselieferverträge über die gesamte Anlagendauer abgeschlossen werden konnten, sind vorbei. Jetzt müssen die meisten Anlagenteilhaber bangen, ob die Lieferverträge für das 10.-20. Jahr noch zu Preisen abgeschlossen werden können, bei denen die Anlage nicht pleite geht.

Hinzukommt, dass immer mehr Erdgasfelder und -transportmöglichkeiten erschlossen werden, was mittel- bis langfristig KEINEN GASPREISANSTIEG erwarten lässt - beispielsweise die gigantischen Erdgasfelder im Atlantik und Pazifik, für die sich die Chinesen schon die großvolumigen Gastankschiffe bauen lassen, wodurch sogar schon Gazprom Kopfschmerzen bekommt.

Als die Biogasaktien 2005 ff auf den Markt kamen, war viel Goldrauschphantasie in den Kursen. Die Anleger haben bisher gesehen, dass die meisten Erneuerbare-Energien-Aktien nur einen langfristigen Trend haben: bergab. Da wundert mich die allgemeine Vorsicht am Markt nicht. Viele wissen, dass die 2011er-Gewinne auf der auslaufenden Überförderung beruhen. Branchenkenner wissen, dass viele 2011er-Aufträge noch teilweise rentabel in 2012 abgearbeitet werden können. Der Einbruch kommt in 2013.

Hinzu kommt, dass im Anlagenbau die Margen mickrig sind. Die wirklichen Mehrwerte wurden im Aufbau von Eigenbetriebsanlagen geschaffen. Aber hier sind andere Unternehmen führend (Agri Capital, KTG Agrar, Deutsche Biogas, Evonik, Danpower, ...). KTG beispielsweise präsentiert sich als Öko-Agrarbetrieb, holt die Gewinne aber in Wirklichkeit insb. aus Eigenbau-Biogaskapazitäten, die größer sind als die von allen Biogas-AGs zusammen.

Das Problem bei all diesen Buden: Die Investments sind wie eine Aufziehuhr - nach Ablauf der 20 J. gibts häufig nur den Rückbau. Der Wert der Investments ist also nur der Barwert der Überschüsse der Restlaufzeit.Aktionäre sollten sich bloß nicht von nicht nachhaltigen Bewertungen übertölpeln lassen! Insbesondere muss der Aktionär beachten, ob die Biomasselieferverträge langfristig sind und welche Inflationsbegrenzung sie beinhalten, denn viele Toprendite-Anlagen von heute sind die Pleitegeier von morgen. Wenn dann noch wie bei Deutsche Biogas katastrophale Zeitungsartikel und juristische Verfahren wg. unseriöser Vertragsgestaltung mit wütenden Agrar-Partnern die PR vermiesen, braucht man sich über niedrige KGVs nicht zu wundern.  

Zu den Marktteilnehmern: Wer hatte in der Greentech-Boomphase wohl eher auf Börseneinführungen gesetzt: publicityfreudige Absahner oder technikvernarrte Tüftler?! Biogasanlagenbauer sind wie Fahrradhersteller. Die einen (z.B. Envitec) bauen eher für 0815-Standard-Anlagen, die nächsten agieren im Zukauf-Baukastensystem (z.B. Biogas Nord, BioConstruct, BWE, ..). Nur wenige weisen größere Fertigungstiefen auf (MT Energie, ...). So sind die Gewinne insb. bei Zulieferern entstanden (z.B. BHKW-Hersteller). Während MT satte Gewinne vorweist, haben die anderen keine - oder verstecken sie in den für Gesellschafter gebauten Biogasanlagen...

Fazit: Im Anlagenbau geht der Anleger bei niedrigen Margen in einem weltweit überschätzten Markt hohe technische Risiken ein. Im Anlagenbetrieb lauern existenzbedrohende Einkaufspreisrisiken. Wo soll da das Kursfeuerwerk herkommen?!

 
25.04.12 15:33
#1206 Morgen kommt wohl reichtig Bewegung in den Markt

Meine Vermutung ist, dass morgen mit der Bekanntgabe der Rekordzahlen richtig Bewegung in den Kurs und den Handel der EnviTec Aktie kommen wird. Dies wird sich dann auch auf die Biogas Nord Aktie auswirken.

Aber mit dem großen Durchbruch der EnviTec Aktie rechne ich noch nicht, da genügend Leute wie z.B.  Moneysac sich von ihren Anteilen zu Kursen über 9 Euro trennen werden und viele immer noch ein miserables Jahr 2012 erwarten. Es wird halt etwas dauern, bis die Mehrheit begreifen wird, dass der innerdeutsche Anlagenbau ersten für EnviTec nicht mehr so bedeutend ist (macht noch ca. ein Drittel des Gesamtumsatzes mit abnehmender Tendenz aus) und zweitens auch der innerdeutsche Anlagenbau voran geht. Außerdem hat EnviTec wirklich einen Joker mit ihrem Eigenbetrieb im Ärmel stecken. Vor allem ist es wie eine Blütenknospe, die sich über die kommenden Jahre nach und nach weiter öffnen wird, bis wir in 5 bis 10 Jahren die ganze Pracht dieser Blüte sehen werden. Eine geschickte strategische Entwicklung wurde hier mit progressiver Wirkung eingeleitet.

Auch das lange von mir übersehene Geheimnis des montären Wertes und die einhergehende Diskrepanz zwischen installiertet Leistung und dem Wert in der Bilanz habe ich gelüftet. Von den etwas über 40 MW der Anlagen im Eigenbetrieb zum Jahreswechsel, gehören nur ca. 50-65% EnviTec, der Rest den Regionalen Partnern die dann auch für die Versorgungsicherheit sorgen. Ein klassisches Win-Win Modell!

 EnviTec Biogas Nord

Kurs

(25.04.2012)

7,87 €2,13 € 
Markt-kapitalisierung118,1 Mio.8,1 Mio.x 14,7
2008

101 Mio. Umsatz

5,8 Mio. Jahresüberschuss

18 Mio.

-8,3 Mio

x 5,7
2009

120 Mio. Umsatz (+19%)

1,3 Mio. Jahresübeschuss

35 Mio. (+ 99%)

-0,6 Mio (übernahme durch EBP)

x 3,4
2010

148 Mio. Umsatz (+ 23%)

2,3 Mio

54 Mio.(+ 53%)

1,0 Mio

x 2,7
2011e

? 200 Mio. (+ 28%)

? 4,0 Mio.

? 80 Mio. (+47%)

3,0 Mio.

x 2,4

2012 ???

EEG Novellierung

200 Mio. ??50 Mio. ??? 
Mitarbeiter416 ?145x 2,9
KGVe ???morgen!3 
 

+ Weltmarktführer

+ Internationale Positionierung und Vertretung

++  Eigenbetrieb sehr ausgebaut (staatl. garantierte Subventionen; andere  Handlungsmöglichkeiten eröffnen sich, Knowhow Rückfluss, Anlagenwert  steigert Sachwerte der AG, Eigenwerbung usw.), dadurch langfristige Firmenexistenz gesichert und viele neue Geschäftsfelder eröffnet

+ künftig dezentraler grüner Energievesorger (niemand sonst hält soviele Biogasanlagen in einer Hand)

+ Gründung und Aufbau von EnviTec Stromkontor

+ BioThan in Kooperation mit Evonik

+ breiter & somit robuster aufgestell

+ 0,6 vom Buchwert

+ Seit Rechter das Ruder in der Hand hält eine kontinuierliche positive Entwicklung

+ Osteuropa

+ Gewinnmarge & Kurschancen sogar Vervielfachungschancen (aber sehr riskante BlackBox)

+  durch Rechter etwas mehr Finanzstärke im Hintergrund, aber trotzdem ist  die finazielle Situation kaum vergleichbar mit EnviTec und deswegen  auch kein Aufbau des Eigenbetriebs möglich gewesen.

 
 

- geringer Freefloat (noch ca. 16%)

- hohe Marktkapitalisierung und somit geringere relative Aktienkurschancen

-  geringe Gewinmarge im Kerngeschäft Anlagenbau seit Jahren  ( Verdacht  auf Quersubventionierung des Eigenbetriebs)

- geringe Gewinnmarge > Ausbau des Eigenbetriebs

- wesentlich anfälliger für Marktschwankungen und Veränderungen

- fehlender Eigenbetrieb

- geringere Handlungmöglichkeiten

- miserable Informationspolitik

Oh mann o mann, ocitaquisses, was Du da schreibst ist so fern der Realität. Es geht nicht darum, richtig reich damit zu werden, da es nur eine kleine Nische ist. Sollte aber dennoch ein sehr lohnendes Invest sein, und dies sogar mit dem Gedanken, etwas gutes und richtiges zu tun. Nur ist die Branche am Aktienmarkt viel zu klein für die großen Anleger, da überwiegend kleine und Mittelständler im Markt sind, die nicht in Form einer AG handelbar sind.
Schau Dir mal die Belastung für den Deutschen Steuerzahler im Vergleich zur Bedeutung im Energiemix der Erneuerbaren an.
Informiere dich erst einmal richtig über das Thema Biogas, bevor Du mit längst überholten Vorurteilen um Dich wirfst.

Vielleicht geht Dir dann die Bedeutung von Biogas auf, eventuell kannst Du dann auch z.B. den Nettoenergiebetrag pro Hektar richtig einordnen und diesen dann evetl. von Bioehtanol oder Biodiesel thematisch trennen.Und selbst steigende Agrarpreise sind bei den meisten heutigen Anlagen und Versorgungsstrukturen nur noch von sekundärer Bedeutung, da ganz andere Wege eingeschlagen worden sind und weiter werden.

Hier mal etwas Lektüre zur Branche:
http://www.ariva.de/forum/...ranche-Branche-mit-Zukunft-461538?page=1

Erst bei ähnlichen Kenntnisstand, wo die Branche steht und wo sie hin geht,  kann man ohne längst überholte Vorurteile miteinander diskutieren.

-----------
Meine Rechtschreibfehler sind übrigens gratis!
25.04.12 15:45
#1207 Negatives Sentiment Indikator fuer Trendwende

Noch nie war das Sentiment vor Veroeffentlichung des Geschaefts-/Quartalsberichts so extrem negativ wie diesmal. Das kann man durchaus als postives Signal fuer eine moeglicherweise bevorstehende Trendwende interpretieren. Der Aufwand einiger Autoren (die offenbar bis jetzt noch keine Aktionaere von EnviTec sind), durch umfangreiche, mit einer beachtlichen Anzahl von Halbwahrheiten gespickte Ausschweifungen die Leser davon zu ueberzeugen, was fuer ein schlechtes Investment EnviTec auf dem aktuellen Kursniveau sei, ist sprunghaft angestiegen. Vielleicht duerfen wir ja den einen oder anderen in naher Zukunft (vielleicht schon ab morgen?) als Aktionaer hier im Boersenforum begruessen. Auf jeden Fall schon einmal vielen Dank fuer die Aufklaerung ueber die vermeintlichen Risiken - das wird alles ernsthaft ueberprueft werden ;-) .

 

 
25.04.12 15:49
#1208 naja
meine paar tausend euro werdenden kurs wohl kaum beeinflussen, mancher überschätzt die wirkung seines handelns. selbst wenn alle leser hier kaufen oder verkaufen würden, wären die auswirkungen minimal, wenn man sich die käufe des herrn von lehmden anschaut. da müsste der kurs ja explodiert sein bei seinen transaktionen in der vergangenheit. bei micro caps mag sowas noch einfluss haben, aber nicht bei einem unternehmen mit kapitalisierung wie envitec.  
25.04.12 16:36
#1209 Bei den 66 Zugriffen hier heute!

Also, Biogas an der Börse interessiert so gut wie niemanden. Trotz der Bedeutung der Branche ist sie auf dem Parkett so gut wie nicht vertreten.  
Die wenigen bedeutenden Firmen habe Biogas nur als ein Segment enthalten.  Die einzige wirklich bedeutende und auf dem Parkett vertretene Biogasfirma ist nun mal EnviTec und die habe gerade noch ein Freefloat von 16% bei einer Marktkapitalisierung von knapp unter 120 Mio. Euro. Selbst wennn sie wieder über 150 Mio. beträgt ist dies für die Börse ein Zwerg.

Dann kommt die Sippenhaft der erneuerbaren Energien.
Photovoltaik ist die eine riesen Sparte im Topf der erneuerbaren. Genau die Sparte, die die Steuergelder wie ein Staubsauger aufgesogen hat und der nachhaltige Nutzen bis heute fragwürdig bleibt. Gerade diese Branche kann auch sehr gut in China produziert werden, was ein weiteres Problem für die heimische Industrie bedeutet. Photothermie steckt noch in den Kinderschuhen, könnte aber mit Projekten in Spanien, Mexico und vor allem im Rahmen von Desertec die Zukunft der Sonnenenergie sein. Doch bis dahin ist es noch ein langer und harter Weg. Die AndaSol Projekte begeistern mich auf jeden Fall.
Die Windkraft ist die nächste bedeutende Säule hin zur Energiewende. Aber auch hier ist eine zu schnell gewachsene Riesenindustrie entstanden, mit gigantischen Investitionsummen, seit dem die eigentlich sehr sinnvollen Offshore WindParks entstehen. Auch hier sind Steuerunsummen hin geflossen, doch im Gegensatz zur Photovoltaik mit einem sehr hohen Wirkungsgrad. Allerdings stellt uns die volatiele Einspeisung vor ganz neue Problem, vor allem mit der noch fehlenden Infrastruktur europäischer Stromtrassen und Speichermöglichkeiten durch z.B. große Pumpspeicherkraftwerde in z.B. Norwegen.
Dann kommt das nächste große Standbein der Erneuerbaren, nähmlich die erneuerbare Energie aus Biomasse. Aber auch hier worden Irrwege beschritten, erst Biodiesel mit der Abholzung der tropischen Regenwälder in Indonesien, dann der Weg vom Bioethanol. Heizen mit Holzpaletts ist wenigstens sehr gut, doch nicht auf die gesamte Bevölkerung anwendbar. Biogas dagegen ist ein hervorragender Weg mit einem enorm hohen Netto-Energieertrag pro Hektar. Aber auch hier worden  auf den eigentlich richtigen Weg viele Fehler gemacht, z.B. mit den Substrastoffen. Das wichtige ist eben die perfekte Ergänzungmöglichkeit zu der Windkraft. Wegen der dezentralen Strukturen kommt natürlich viel Gegenwind von den großen zentralen Energieversogern und deren Lobbyisten.
Hier stand leider direkt am Anfang ein riesen Börsenhype an, was erstens für maßlose Kursübertreibungen sorgte und zweitens viele schwarze Schafe ins Leben gerufen hat.

Da die Solarblase zurecht platzte, die Windenergie nicht zuletzt durch fehlende Infrastruktur nicht immer noch schneller wachsen kann und deswegen sich ebenfalls in einer Krise befindet und die im monetären Vergleich, aber nicht im energetischen Vergleich, winzige Biogasbranche von ihrer maßlosen Überbewertung in eine direkte Biogaskrise rutschte, werden so gut wie alle Vertreter der erneuerbaren Energien heute sehr skeptisch betrachtet.
Es ist ja auch nicht verkehrt, durch die Branche zu fegen, damit die nicht nachhaltigen Firmen auf dauer auch verschwinden. Und da tummelt sich so einiges am Markt. Allerdings maße ich es mir nicht an, die meiner Meinung nach schwarzen Schafe öffentlich zu nennen.

Über das Thema der Energiewende kann man ewig streiten und diskutieren. Ist so ähnlich, wie der deutsche Atomausstieg, während die Franzosen bei stätiger Westwindwetterlage die Mehrheit der französischen Atomreaktoren an der deutschen Grenze errichtet haben und weiter ausbauen. Aber irgendwer muß nun mal den ersten Schritt ins Ungewisse wagen, sonst ändert sich nie etwas. Nicht alles, was Deutschland in diesem Gebiet erreicht hat, wird ein Exportschlager. Aber so manche Bereiche der Erneuerbaren hat einen sehr nachhaltigen und ökomischen Effekt erzielt.

Auf EnviTec und Biogas bin ich in den kommenden Jahren sehr gespannt und vo allem morgen.

-----------
Meine Rechtschreibfehler sind übrigens gratis!
25.04.12 22:12
#1210 #2106; 2011e 200 Mio/4 Mio.
In den ersten 9 Monaten 2011 hatte Envitec einen Umsatz von 171,8 Mio, ein Ebit von 8,0 Mio und einen Jahresüberschuss von 6,1 Mio, davon in Q3 Umsatz 77 Mio und Ebit 5,9 Mio.

In der Berichterstattung zum Q3/2011 war zu lesen: " Envitec wird auch im vierten Quartal wachsen. Das Niveau des dritten Quartals wird zwar voraussichtlich nicht ganz erreicht werden können. Im Vergleich zum Vorjahr sollten Umsatz und Gewinn jedoch steigen. Daher bekräftigt der Vorstand ....."

Ich beziehe diese Aussage diesen letzten Satzes auf das Vorjahresquartal, also Q4/2010. Da waren die UE 47,7 und das Ebit 2,0.

Fazit aus meiner Sicht: Umsatz 2011 min 220 Mio, Ebit min 10 Mio; Der Jahresüberschuss sollte dann bei 7/7,5 Mio liegen.  

Bewertung:

25.04.12 23:40
#1211 Q4 wird über Q3 liegen
Q4 müßte deutlich über dem Q3 liegen, da wesentlich mehr installierte Leistung an Netz ging!
Habe extra recht bescheiden geschätzt, da auch massig Anlagen im Eigenbetrieb ans Netz gegangen sind.
In 12 Stunden wissen wir mehr!
-----------
Meine Rechtschreibfehler sind übrigens gratis!
26.04.12 10:11
#1212 muesste, koennte, sollte
man darf nicht vergessen, dass der markt nicht rational handelt sondern in erster linie aus angst und gier besteht.  
26.04.12 12:52
#1213 zahlen super,noch besser als erwartet
jetzt wollen wir mal sehen was der kurs macht  
26.04.12 13:08
#1214 EnviTec - Rekordzahlen 2011!

So, die erwarteten Rekordzahlen für 2011 sind raus und noch besser als erwartet, (habe allerdings keine Zeit für den komplette Geschäftsbericht):

Umsatz: 243,9 Mio. Euro (+65%) (Wachstumstreiber war primär der innerdeutscher Anlagenbau, aber alle anderen Firmensegmente haben ebenfalls zugelegt)
innerdeutscher Umsatz (aller segmente) 180,8 Mio. (+78,9%)
Auslandsumsatz: 63,1 Mio. (+34,3%)
EBITDA: 20,3 Mio. Euro (+144,0%)
EBIT: 10,8 Mio. Euro (+1080,0%)
Konzernüberschuss: 7,6 Mio. Euro (+230,4%) >> 0,51€/Aktie

Anlagenbau:
Marktanteil Deutschland in 2011: 17%

Eigenbetrieb:
Umsatz: 28,6 Mio. Euro
installierte Leistung: 42 MW (+ca. 50% dadurch Umsatz wohl 2012 ca. 60+ Mio.)
2011 für 37 Mio. Euro 20,5 MW neue Leistung instaliiert (Schätzungsweise gehören die neuen Anlagen somit zu 50% EnviTec).

 

Am besten finde ich den Ausblick:
2012 deutlicher Umsatzrückgang, aber die Erlöse sollten deutlich steigen!
Wobei ich den erwähnten Umsatzrückgang als Tief gestapelt halte, da er durch die Steigerung im Eigenbetrieb und im Auslandsgeschäft auch durchaus im kommenden Jahr über 200 Mio. sehe.

 UmsatzEBITJahresüberschuss
2008101,1 Mio. €3,2 Mio. €5,8 Mio. €
2009119,9  Mio. €
(+19%)
- 0,5 Mio. €1,3 Mio. €
2010148,0 Mio. €
(+23%)
1,0 Mio. €2,3 Mio. €
2011243,9 Mio. €
+65%
10,8 Mio. €
+1080%
 7,6 Mio. € (0,51€/Aktie)
(+230%)
    

 Mal sehen, was jetzt mit dem Kurs passiert....

-----------
Meine Rechtschreibfehler sind übrigens gratis!
26.04.12 13:43
#1215 Gut gemacht, envitec, aber an der Böse wird
die Zukunft gehandelt und die bleibt aufgrund der EEG Änderungen ungewiss. 2011 war ein Ausnahmejahr. Würde mich also nicht wundern, wenn das Kursfeuerwerk nicht allzu lange anhält. Trotzdem, weiter so!  
-----------
"Das Reich der Freiheit beginnt in der Tat erst da, wo das Arbeiten, das durch Not und äußere Zweckmäßigkeit bestimmt ist, aufhört."
(Karl Marx)
26.04.12 18:41
#1216 Ungewiss? Zumindest profitabel!
Aussicht 2012:
Anlagenbau in Deutschland: Stark abnehmende Umsätze
Anlagenbau im Ausland (keine EEG Änderung): Zunehmende Umsätze
Eigenbetrieb: Stark zunehmende Umsätze
Service: zunehmende Umsätze
Gesamt Aussicht für 2012 von EnviTec: Profitabel!

Am meisten Umsatz kam vom Anlagenbau innerhalb Deutschlands, am meisten Gewinn kam vom Eigenbetrieb. Das Umsatzstärkste Segment von EnviTec wird also dieses Jahr eine empfindliche Umsatzdelle bekommen. Alles andere steht auf grün und weiteren Wachstum, vor allem die Segmente mit einer besonders guten Rendite. Also, die Zukunft ist alles andere als ungewiss. Nur wie gut sie werden wird, kann man noch nicht genau abschätzen, wegen des neuen EEGs. Obwohl an der Börse die Zukunft gehandelt wird, ist und bleibt es fragwürdig, wie sich dies auf den Kurs der EnviTec Aktie auswirkt. Schließlich liegt die Marktkapitalisierung weit unter dem Buchwert, die Existenz ist mit dem Eigenbetrieb langfristig und nachhaltig gesichert, es wurde durchgehend solide gewirtschaftet. Siehe Entwicklung am Ende vom Beitrag #1214 oder ausführlicher auf :
http://www.ariva.de/forum/...Biogasbranche-Branche-mit-Zukunft-461538

Meine Vermutung ist, dass der Kurs wieder auf 9 bis 10 Euro steigt und dann die Profitabilität nachhaltig mit den Q1 und auf der HV bestätigt werden muß. Ab Q3 wird es dann längerfristig wieder weiter aufwärts gehen. Nur mit Kursprognosen liegt man oft daneben.
-----------
Meine Rechtschreibfehler sind übrigens gratis!
26.04.12 19:24
#1217 So Freunde, so langsam wird's erfreulich...
Was zählt ist der Gewinn. Unternehmen die genug Umsatz machen bzw. den auch steigern gibt's an der Börse genug. Envitec hat auch in den vergangen Jahren fast immer den Umsatz gesteigert... Hat aber dem Kurs nicht geholfen.

Was zählt ist der Gewinn und da geht's jetzt los. Wenn Envitec Geld verdient, werden die die hier investiert sind, das auch bald machen...  
26.04.12 20:15
#1218 @Shnuggle; am meisten Umsatz kam...
am meisten Gewinn vom Eigenbetrieb.

Wenn das für 2011 gelten soll, stimmt das nicht. Anbei aus dem GB 2011: Ebit Anlagenbau 7,6 Mio, Ebit Eigenbetrieb 4,6 Mio, Ebit Dienstleistungen -1,6 Mio; summa summarum 10,8 Mio.

Warum du hier die letzten Tage eine Umsatzschätzung 2011 von 200 Mio und einen Jahresüberschuss von 6 Mio reingestellt hast, aber gleichzeitig - wie du auf meinen Beitrag in #2210 geantwortet hast- davon ausgegangen bist, dass Q4 über Q3 liegen müsste, bleibt auch dein Geheimnis. Komisch war das schon.  

Bewertung:

27.04.12 01:37
#1219 EnviTec steigert Marktanteil auf sensationelle 17%

"...Rund 17 Prozent der neuen Anlagen hat EnviTec Biogas errichtet und damit den Marktanteil ausgebaut....".

http://www.envitec-biogas.de/presse-downloads/...tz-im-jahr-2011.html

Ende 2010 lag EnviTec's Marktanteil noch bei 8,4 Prozent (siehe Grafik pdf-Dokumentenseite 46; http://www.envitec-biogas.de/fileadmin/.../de/EnviTecBiogasGB11DE.pdf ), d.h. dieser hat sich innerhalb eines Jahres verdoppelt!  Auch dem letzten Zweifler sollte so langsam klar werden, dass sich EnviTec als der grosse Gewinner des Biogassektors herauskristallisiert hat. Das neue EEG 2012 beschleunigt diese Entwicklung weiter, da im Gegensatz zu den bisher (nach EEG 2009) staerker gefoerderten kleineren Anlagen jetzt die groesseren Anlagen (>500 KW) und damit EnviTec's Produktportfolio wesentlich besser gestellt wurden.

 

Im Kapitel "Forschung und Technik" ( pdf-Dokumentenseite 11; http://www.envitec-biogas.de/fileadmin/.../de/EnviTecBiogasGB11DE.pdf ) sticht eine Entwicklung sofort ins Auge: Der derzeit noch in Testphase befindliche, voellig neuartige Fermentertyp "HighGester" ist aeusserst kompakt und platzsparend (entspricht lediglich einem verfahrenstechnischen Anlagenbauteil aus Metall), benoetigt weniger Strom und produziert gleichzeitig 10 Prozent mehr Methan (bei gleichem Input)! Meiner Ansicht nach koennte dieser Fermentertyp auch zu massiven Kosteneinsparungen im Anlagenbau fuehren. EnviTec scheint mit diesem potentiellen Meilenstein hin zur grid parity (mit fossilen Brennstoffen) der Konkurrenz ein weiteres Stueck zu enteilen.

 

Zur Finanzierung der weiteren, aggressiven Expansion des Eigenbetriebs in Itlaien (=Land mit den hoechsten Foerdersaetzen weltweit) will man in naher Zukunft eine Unternehmensanleihe in Hoehe von 35 Mio. Euro begeben (pdf-Dokumentenseite 57; http://www.envitec-biogas.de/fileadmin/.../de/EnviTecBiogasGB11DE.pdf ):

"...Um das internationale Engagement von EnviTec Biogas auf dem italienischen Markt weiter auszubauen, gibt es konkrete Planungen, die Finanzierung der Projekte mittels eines Schuldscheindarlehens zu realisieren. Das angestrebte Volumen belaeuft sich auf 35,0 Mio. Euro. Gegenwaertig befinden sich acht 1 MW-Projekte in der Planung, von denen bereits sechs Projekte ueber eine entsprechende Genehmigung verfuegen. Das Gesamtinvestment liegt bei rd. 41,5 Mio. Euro....".

Aus Aktionaerssicht ist das natuerlich extrem begruessenswert. Zum einen haben derartige Projekte sehr hohe EBIT-Margen von >20 Prozent, zum anderen wird dadurch die Eigenkapitalrendite von EnviTec signifikant verbessert. Bei einem bilanziellen Eigenkapital von rund 60 Prozent stellt dieses Volumen fuer EnviTec ueberhaupt kein Problem dar und sollte aufgrund der hohen Bonitaet zu einem niedrigen Nominalzinssatz fuehren.   

 
27.04.12 09:10
#1220 @ dear
dear:
"Warum du hier die letzten Tage eine Umsatzschätzung 2011 von 200 Mio und einen Jahresüberschuss von 6 Mio reingestellt hast, aber gleichzeitig - wie du auf meinen Beitrag in #2210 geantwortet hast- davon ausgegangen bist, dass Q4 über Q3 liegen müsste, bleibt auch dein Geheimnis. Komisch war das schon."

Ganz einfach:
1) Lieber einmal sehr vorsichtig und bescheiden geschätzt, damit meine persönlichen Erwartungen von 230 Mio. nachher auf jeden Fall real werden.
2) Wußte niemand, wieviele der neuen Anlagen wirklich in die Bilanz von Q4 eingehen bzw. erst 2012 gebucht werden.
3) Anlagenbau: Umsatz 201,0 Mio. EBIT: 7,7 Mio aber:
Anlagenbau Deutschland 137,9 Mio
Anlagenbau Ausland 63,1 Mio
Dagegen Eigenbetrieb Deutschland (Sondereffekte mit Wartungsarbeiten!)
Umsatz 28,6 Mio
EBIT 4,6 Mio.
>>> daraus folgt erstens, die Gewinnmarge im Eigenbetrieb liegt wesentlich höher.
>>> zweitens ein Umsatzrückgang um z.B. 10 Mio hat im Eigenbetreib eine viel gravieremdere Auswirkung auf den Gewinn als im Anlagenbau!
>>> drittens gehe ich von einer Umsatzsteigerung im Eigenbetrieb von 50% aus und somit von einer ordentlichen Gewinnsteigerung! Weiterhin gehe ich von einer Umsatzsteigerung im Anlagenbau im Ausland von 10-30% aus. Die große Unbekannte wird der Anlagenbau in Deutschland für 2012 sein. Gehe hier von einen Einbruch von 50-75% aus. Welchen Einfluss dies auf den Gewinn haben wird ist eine der großen unbekannten (personelle Überkapazitäten, kostensenkende Größeneffekte,...)
>>> Wenn diese Unbekannte allerdings unter der Berücksichtigung des Gewinns betrachtet wird, ist sie gar nicht mehr so groß, obwohl sie einen gewaltigen Effekt auf den Umsatz haben wird, der durch die steigenden Umsätze der anderen Segmente nicht kompensiert werden kann. Allerdings können die zunehmenden Gewinne der anderen Segmente sehr wohl den fallenden Gewinn im Anlagenbau in Deutschland kompensieren!
4) Mit Deiner Schätzung in #1210 lagst Du zwar besser und sehr gut an den realen Zahlen, aber wer vorher (mehr) recht hatte interessiert doch jetzt nicht mehr wirklich.

Viel mehr tausche ich mich hier gerne aus, damit ich manche Informationen nicht übersehe und manch neue Gedankengänge nachvollziehen kann.
-----------
Meine Rechtschreibfehler sind übrigens gratis!
27.04.12 14:49
#1221 Eigenbetrieb - 3 Mio. Euro pro MW

Negativ ist wohl momentan der innerdeutsche Anlagenbau, wie es schon die Vermutungen vieler war. Ist meiner Ansicht nach aber eher ein Problem von 2012 und vor allem für das erste Halbjahr. Mit EnviThan ist EnviTec auf jeden fall für die zukünftigen Projekte mit Gaseinspeisung bestens vorbereitet. Betrachtet man allerdings die Gewinnmarge des Anlagenbaus wird der Umsatzrückgang in diesem Segment wohl keinen Beinbruch bedeuten.

Der Verdacht der internenen Quersubventionierung des Eigenbetriebs verhärtet sich bei mir etwas, was nichts negatives bedeutet.
Wenn aber von den 42 MW installierter Leistung im Eigenbetrieb 27 MW auf EnviTec entfallen und der Anschaffungspreis für diesen Anteil 60,3 Mio. € beträgt, wären das 2,23 Mio. € pro MW. Dies ist schon ein verdächtig günstiger Preis. Selbst wenn man die Grundstücke mit hinzurechnen würde, käme man auf  ca. 3 Mio. € / MW, immer noch sehr günstig.

Immerhin haben sie von den 60,3 Mio Anschaffungskosten der Anlagen im Eigenbetreib schon 14,3 Mio. Euro abgeschrieben! Letztes Jahr waren 9,2 Mio Euro abgeschrieben, also 5,1 Mio. weitere Abschreibungen in 2011. Extrem schnelle Abschreibungen für Anlagen, die immerhin mindestens 20 Jahre laufen sollen bzw. solange staatliche Förderungen genießen. Wenn das so weiter geht, sind die Anlagen in 5-10 Jahren schon komplett abgeschrieben (je nach jeweiliger Anlage) und entwickeln dann einen Turbo im Gewinn für weiter 10 bis 15 Jahre. Weitere 10 MW sind für 2012 geplant, 2011 waren es über 20 MW. Mit diesem Ausbautempo von ca. 10 MW pro Jahr rechne ich auch in den kommenden Jahren, je nachdem welche Erfahrungen mit dem neuen EEG gemacht werden. Aus diesem Segment sollten 2012 über 60 Mio. Umsatz und über 10 Mio. Ebit kommen, und dies ist eigentlich noch recht konservativ geschätzt. Die EBIT Marge lag mit 16% zwar deutlch unter den Erwartungen, aber mit den Wartungsarbeiten recht plausibel. Und selbst 16% sind schon eine Menge. 2012 wir aber vor allem auch im Zeichen von EnviThan bzw. der Gasaufbereitung stehen. Außerdem wird sich zeigen, wohin sich EnviTec Stromkontor und EnviTec Energy enwickeln werden.

Einziges wirkliches Haar in der Suppe ist wohl der Punkt:
im Bau befindliche Anlagen: 34,4 MW, davon 27,9 MW im Ausland, also 6,5 MW in Deutschland. Dies ist der selbe Punkt wie "deutlicher Umsatzrückgang beim innerdeutschen Anlagenbau im ersten Halbjahr 2012".
Dagegen ist wirklich positiv, dass die Erlöse im Eigenbetrieb 2012 deutlich steigen sollen, wobei man hier sehr genau auf die Wortwahl achten sollte: insgesamt 'profitabel', die Erlöse an sich im Segment 'Service' und 'Eigenbetrieb' deutlich steigen. Und das werden sie auf jeden Fall schaffen, also inhaltlose Worte bzw. Betonung von dem, was eh schon jeder weiß.

Bin auf jeden Fall sehr zufrieden mit diesem Zahlenwerk, auch wenn jetzt 2012 noch einmal ein herausfordendes werden sollte. Doch parallel fängt die Biogasrallye in Frankreich und Großbritanien gerade erst an, über Russland, Tschechien und Polen ganz zu schweigen. Außerdem zündet jetzt die Strategie des Eigenbetriebs und wird von Jahr zu Jahr bedeutender werden, womit das Geschäft langfristig und nachhaltig abgesichert wird. Mal sehen, wann der Funke auf die USA überspringt und ob in Kanada ebenfalls eine Niederlassung gegründet wird, obwohl die US Niederlassung direkt an der Grenze in NY liegt. Eine zweite in Washington State oder Californien wäre auch eine Überlegung wert. Aber wie bisher sollte EnviTec solide Schritt für Schritt aus eigener Kraft wachsen.

 

@ cielero
Weißt Du oder sonst jemand, wie hoch die finanziellen Mittel von EnviTec wirklich sind. Das sie sehr liquide sind und immer noch viele Gelder vom IPO haben, weiß ich. Doch haben sie einige Gelder verliehen, angelegt und investiert. An manche kommen sie direkt ran, an andere kaum.

-----------
Meine Rechtschreibfehler sind übrigens gratis!
27.04.12 15:12
#1222 EBIT-Marge laut CFO Fischer 2012 hoeher wie 2011

Waehrend der Telefonkonferenz mit den Analysten prognostiziert EnviTec's CFO Fischer eine hoehere EBIT-Marge fuer den Konzern wie in 2011.

Im abgelaufenen Jahr betrug die EBIT-Marge im Segment Anlagenbau rund 4 Prozent und das soll sich in diesem Jahr nicht verschlechtern, da die Kostenbasis sehr flexibel sei. Insbesondere die hoeheren, vom Verkaufserfolg abhaengigen Provisionen haetten die Kostenbasis in 2011 ansteigen lassen, was sich bei einem niedrigeren Umsatz in 2012 logischerweise wieder umkehren wird. Darueberhinaus verweist CFO Fischer in diesem Zusammenhang auf Arbeiter, die erst im 3. und 4. Quartal zur Bewaeltigung des Auftragsbestandes eingestellt wurden, was man so interpretieren kann, dass diese bei geringerer Kapazitaetsauslastung auch kurzfristig wieder entlassen werden koennen. Man rechnet damit, dass die erwarteten Umsatzrueckgaenge im deutschen Anklagenbau teilweise durch den internationalen Anlagenbau kompensiert werden koennen.

Fuer die Segmente Eigenbetrieb wie Service rechnet man in 2012 mit steigenden EBIT-Margen, was dann logischerweise unter dem Strich fuer den Gesamtkonzern eine hoehere EBIT-Marge bedeutet.

Weltuntergang klingt irgendwie anders....

http://www.envitec-biogas.de/fileadmin/...iTec_Biogas_AG_26.04.12.mp3

 
29.04.12 11:28
#1223 Euro pro MW

Wieviel kostet eine Anlage pro installierten MW Leistung?!

Dies ist natürlich nur eine Kenngröße, da dieser Wert von der Größe der Anlagae, von den örtlichen Besonderheiten, von der Komplexität der Anlage und den eingerichteten Zusatzfunktionen abhängt. Da EnviTec recht früh angefangen hat, ein modulares Konzept aufzubauen, sollte der Preis eigentlich verhältnismäßig günstig zu anderen Anlagen sein. Auf der anderen Seite stehen EnviTec Anlagen für technisch ausgereift, qualitativ Hochwertig und die erworbene Erfahrung der Jahre sollte sie auch teurer machen. Zu guter letzt gibt es viele Anbieter auf dem Markt, was allerdings für sinkende Endpreise sorgen sollte. Dann sind natürlich noch nationale Differenzen vorhanden.

Mein bisheriger Richtwert: Wobei MW sich immer noch auf die elektrische Anschlussleistung beziehen, obwohl sie die Leistung eigentlich auf den Brennwert des produzierten Gases beziehen sollte, da über Kurz oder Lang dies 2 Paar Stiefel werden: Dezentrale Enegieversorgung mit BHKW und Biogasproduktion. Also wird auch die elektrische Anschlussleistung einer Biogasanlage künftig eher in der Brennwertleistung einer Biogasanlage und deren produzierten Gas angegeben. Noch ist es aber nicht so weit. Diese beiden Leistungen werden sich also vermutlich künftig von einander lösen.

Also, mein bisheriger Richtwert:
3,5 bis 4,0 Mio. Euro pro MW
Präsentation Biogas in Russland (VioGazEnergoStroy Deutschland - Seite 11):
4000€ Pro KW >> 4 Mio. Euro pro MW
http://biogasrat.de/...amp;task=doc_details&gid=260&Itemid=87
Anlagenbau EnviTec 2011 gesamt:
201,0 Mio. Umsatz / 92 MW errichtet = 2,18 Mio. €  pro MW
Anlagenbau EnviTec 2011 Deutschland:
137,9 Mio. Umsatz / 72,8 MW errichtet = 1,894 Mio. €  pro MW
Eigenbetrieb:
60,3 Mio. Euro / 27 MW = 2,23 Mio. Euro pro MW
2011 neu installierte Anlagen: 34,8 Mio. Euro / 20,5 MW = 1,698 Mio. Euro pro MW nicht 100% zu EnviTec!?!
 

Momentan sind etwa 8.000 Anlagen mit einer Gesamtlseitung von 2,73 GW in Deutschland errichtet und somit ist Deutschland der größte Biogasmarkt der Welt. Somit stammen ca. 9% der installierten Leistung von EnviTec, wobei im vergangenem Jahr der Marktanteil auf ca. 16,7% gestiegen ist. In Deutschland gibt es etwas mehr als 11.000 Gemeinden. Aktuell werden werden in Deutschland ca. 2 Millionen Hektar der ca. 17 Mio. ha landwirtschaftlicher Nutzfläche in Deutschland für Energiepflanzen verwendet. Bis 4 Mio. ha sollte keine Konkurrenz für den Anbau von Nahrungsmitteln entstehen. Es ist also noch reichlich Potential für einen weiteren Ausbau von Biogas in Deutschland vorhanden, wobei dieses in anderen Ländern, die gerade erst am Anfang vom Biogas stehen, wesentlich größer.
Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bioenergie

 

EnviTec Gesamt:
Umsatz: 243,9 Mio. Euro (+65%)
innerdeutscher Umsatz (aller Segmente) 180,8 Mio. (+78,9%)
Auslandsumsatz: 63,1 Mio. (+34,3%)
EBITDA: 20,3 Mio. Euro (+144,0%)
EBIT: 10,8 Mio. Euro (+1080,0%)
Konzernjahresüberschuss: 7,6 Mio. Euro (+230,4%) >> 0,51€/Aktie
Jahresüberschuss (nach HGB) 5,5 Mio. Euro

Anlagenbau:
Umsatz: 201,0 Mio. Euro
EBIT: 7,7 Mio Euro

Marktanteil Deutschland in 2011: 17%
innerdeutscher Anlagenbau: 137,9 Mio. € (72,9 MWel)
2012 wird in Deutschland wohl im Zeichen des Umbruchs zur Einspeisung ins Erdgasnetz stehen und dem Anpassen ans neue EEG stehen.

Anlagenbau im Ausland: 63,1 Mio. Euro  (43,7 Mio im Vorjahr > +44%)(Italien26,2 Mio. Euro)
Besonders gute Entwicklung momentan in Italien und Frankreich, jedoch ist hier die Euroschuldenkrise stark spürbar, doch Osteuropa und Großbritanien haben wohl in einigen Jahren das größte Potential.

Eigenbetrieb:
Umsatz: 28,6 Mio. Euro (Die  meisten neuinstallierten Anlagen erst in Q4 ans Netz gegangen, weswegen  sich dieser Umsatzanteil erst 2012 bemerkbar machen wird!
ab 2012 wohl jährlicher Umsatz über 60 Mio. Euro - Tendenz zunehmend)
EBIT:
4,6 Mio Euro (negative Sondereffekte durch Wartungsarbeiten >> deutliche Steigerung in 2012 erwartet! (vermutlich ab jetzt kontinuierlich über 10 Mio. € EBIT Beitrag p.a. - Tendenz weiter steigend)
installierte Leistung: 42 MW (27 MW enfallen auf EnviTec)(+ca. 50% von 21,5 MW, dadurch Umsatz wohl 2012 ca. 60+ Mio.)
2011 für 37 Mio. Euro 20,5 MW neue Leistung instaliiert (Schätzungsweise gehören die neuen Anlagen somit zu 50% EnviTec (von 42MW 25 MW vollkonsolidiert! (?Warum dann nur 27 MW von EnviTec?))).
Anschaffungspreis der Anlagen im Eigenbetrieb: 60,3 Mio. Euro (+Grundstückke 15-25 Mio. €) Ende 2012
31.12.2010 Anlagen: 40,7 Mio. € + Grundstücke: 18,6 Mio. € (Anschaffungspreise - Welcher Anteil auf Eigenbetriebanlagen?))
31.12.2011 Anlagen: 60,3 Mio. €
+ Grundstücke: 26,4 Mio. €

Schon stattgefundene Abschreibungen: 14,3 Mio €
Buchwert der Anlagen: 46,0 Mio. €
Das  Segment des Eigenbetriebes ist etwas komplex, da nicht alle Anlagen zu  100% EnviTec gehören, was auch durch die entstehenden Win-Win Effekte  durchaus gewollt ist. Nur dadurch ist der gesamte Überblick etwas  komplexer. Hier sollte auch die Eigenart der Buchhaltung beachtet werden: Obwohl die Anlagen größtenteils schon bezahlt sind, finden hier jährliche Abschreibungen statt. Also war eigentlich der Gewinn ca. 5 Mio. höher. Ist zwar so auch nicht ganz korrekt, aber dieser Gedanke sollte immer im Hinterkopf bleiben. Wie auch, dass eine Vollabgeschiebene Anlage immer noch einen Restwert hat, welcher über die gesamte Lebensdauer von 20-30? Jahren besteht.

Service:
Umsatz: 14,4 Mio. Euro
EBIT: -1,6 Mio. Euro (Sondereffekte! z.B. Auslandsaufbau usw.)
 

Energie:
noch nicht!
Stromkontor: noch nicht!
EnviTec Energy: noch nicht!
EnviThan: noch nicht!

Liquidität und Finanzlage:
Langfristige Vermögenswerte: 111,9 Mio. Euro (inklusvie Anlagen im Eigenbetrieb! - 87 Mio. Sachanlagen, davon 60,3 Mio (?46 Mio)?) technische Anlagen (Eigenbetrieb))
kurzfristige Vermögenswerte: 197,0 Mio. Euro (58,2 davon im Bau befindliche Anlagen)
davon kurfristig finanzielle Vermögenswerte: 61,8 Mio. Euro!
liquide Mittel: 13,9 Mio. Euro
Eigenkapitalquote: 59,5%
Eigenkapital: 183,9 Mio. Euro (+7,8 Mio. Euro)
Fremdkapital: 125,1 Mio. Euro

 

Erwartung an das 1. Quartal 2012:
Auf Seite 37 steht etwas sehr interessantes: "Aufgrund der zahlreichen im Bau befindlchen Anlagen zum Bilanzstichtag stieg die Bestandsveränderung an unvertigen Erzeugnissen im Vergleich zum Vorrjahr deutlich von 8,9 Mio. Euro auf 75,9 Mio. Euro."
Das stimmt mich doch für den kommenden Quartalsbericht zuversichtlich, dass er am 30.Mai doch besser ausfallen wird als zunächst von mir befürchtet. Außerdem wird bei dem erfahrungsgemäß schlecht ausfallenden 1. Quartalsbericht auch die Zahlen vom Eigenbetrieb ein wichtiger Kennwert sein.

 

Übrigens stammen ca. 15% der Erneuerbaren Energien von Biogas, und dies nur im Bereich Strom und noch nicht die Wärmenutzung mit einbegriffen. Somit stammen 1,4% des deutschen Gesamtenergiebedarfs vom Biogas.

Etwas komplexer wird es mit den Vergütungstabellen im neuen EEG, obwohl gerade sie die Richtung vor geben. Hier sehe ich weder einen radikalen Schnitt wie vor einigen Jahren, sondern viel mehr eine moderierte Senkung der Förderungen, damit die sich langsam heraus kristallisierende sinnvolle Richtung vor gegeben wird. Auch hier wird es vermutlich in ca. 3-4 Jahren zu einer erneuten Überarbeitung der Regularien und zwischenzeitlich zu kleinen Anpassungen der Vergütungssätze kommen.
EEG 2012
http://www.erneuerbare-energien.de/files/pdfs/...ngsdegression_bf.pdf

 

-----------
Meine Rechtschreibfehler sind übrigens gratis!
30.04.12 16:22
#1224 EnviTec: Die Ernte wird ab 2013 eingefahren

Aus einem anderen Boersenforum ist der folgende Beitrag entnommen (Kaufempfehlung des Geldanlage-Reports fuer EnviTec):

 

EnviTec Biogas: Spannende Langfristperspektiven

Ein typisches Beispiel für die große Rolle, die die Psychologie der Anleger bei der Bewertung von Aktien spielt, ist das Biogas-Unternehmen EnviTec Biogas. Die Aktie kam nahe des Hochpunkts der Alternative Energy-Welle im Juli 2007 an den Markt. Der Ausgabepreis lag bei 47,00 Euro, der erste Kurs bei 50,50 Euro. Heute notiert die Aktie bei 8,25 Euro und das obwohl die Vorstandschaft eigentlich immer seriös gewirtschaftet und das Unternehmen weiterentwickelt hat.
Im Vergleich zu anderen Biogasanlegern der ersten Stunde sind EnviTec-Aktionäre dabei sogar noch gut bedient, denn Konkurrenten wie Schmack Biogas sind inzwischen insolvent. Bei anderen, wie Biogas Nord, haben die Kurse noch stärker verloren.
Problematisch ist bei diesen Werten auch die hohe Abhängigkeit von staatlichen Regulierungen. Die am Donnerstag veröffentlichten Jahresergebnisse für 2011 lesen sich glänzend. Der Umsatz legte um beeindruckende 65 Prozent auf 244 Millionen Euro zu. Der operative Gewinn (vor Steuern und Zinsen) sprang on 1,0 auf 10,8 Millionen Euro. Das ist mehr als eine Verzehnfachung. Die Produktionskapazität bei Anlagen im Eigenbetrieb wurde auf 42 Megawatt verdoppelt.
So gar nicht zu dieser Entwicklung mag der Aktienkursverlauf passen. Die EnviTec-Aktie befindet sich eigentlich seit der Erstnotiz 2007 in einem Abwärtstrend. Dieser verlangsamte sich zwar, aber auch in den letzten 52 Wochen steht unter dem Strich ein Verlust von 25 Prozent zu Buche.
Die Reaktion des Marktes auf die 2011er-Zahlen fiel zwar positiv, aber doch angesichts der vorangegangenen Verluste relativ moderat aus.
Des Rätsels scheinbare Lösung: 2012 gibt auf Grund deutlich gesenkter Einspeisevergütungen für EnviTec ein Übergangsjahr. Durch Vorzugseffekte fiel 2011 zudem ungewöhnlich stark aus.

Ständige Insiderkäufe durch den Vorstand

Normalerweise würde ich mich als trendorientierter Anleger mit so einem Papier gar nicht weiter beschäftigen. Das ist meist verschwendete Zeit.
Bei EnviTec machten mich aber zwei Dinge stutzig: Zum einen kauft der Vorstandsvorsitzende Olaf von Lehmden konstant Aktien hinzu, obwohl sich ohnehin bereits über 75 Prozent der Aktien im Besitz der Großaktionäre befinden. Ein großer Teil davon entfällt auf von Lehmden. Das zeugt davon, dass die Führung weiter von EnviTec überzeugt ist.
Zum anderen fiel mir in der Pressemeldung der Passus mit den Blockheizkraftwerken auf: "Die (2011 gegründete) EnviTec Energy GmbH & Co. KG bietet Wärmekunden sogenannte Contracting-Modelle an. Dabei plant EnviTec die dezentrale Erzeugung von Wärme aus selbst produziertem Biomethan in effizienten Blockheizkraftwerken (BHKW), die über langfristige Lieferverträge günstig verkauft wird.

Damit können Industrie-, Gewerbe- und kommunale Kunden die grüne Wärme zur Verbesserung ihrer CO2-Bilanz einsetzen."





WKN / Kürzel A0MVLS / ETG
Börsenwert 122 Mio. EUR
KGV 12e/13e 14 / 11
52 Wochen Hoch / Tief 10,90 EUR / 7,70 EUR
Akt. Kurs 8,18 EUR


Das ist im Rahmen der Energiewende in Deutschland ein absoluter Zukunftsmarkt und der Blockheizkraftwerkbauer 2G energy gehört zu den am besten performenden Titeln auf dem deutschen Kurszettel. Gut, dass EnviTec nun auch einen Fuß in diesen Markt bringt.
Zudem vermag das Management hinsichtlich der gekürzten Einspeisevergütungen geschickt gegenzusteuern. Durch die neuen Prämien, die es aufgrund der Direktvermarktung jetzt gibt (z.B. die Flexibilitätsprämie), kann EnviTec auf eine ähnlich hohe Vergütung kommen wie im Vorjahr.

Der Nachteil dabei: Die Flächen werden jetzt überall knapp und teuer, so dass die Substratkosten in den nächsten Jahren weiter ansteigen werden.

Trotzdem: EnviTec hat sein Standing im Eigenbetrieb in den letzten Jahren konsequent ausgebaut und dabei einen Großteil der Mittel aus dem Börsengang investiert, zuzüglich der Einnahmen aus Kapitalerhöhungen.

Durch den ständigen Ausbau der im Eigenbetrieb befindlichen Anlagen bestand in den Jahren seit dem Börsengang großer Investitionsbedarf. Entsprechend nahmen die Ausgaben und auch die Abschreibungen auf bereits in Betrieb befindliche Eigenanlagen immer weiter zu. Das schmälerte die Erlöse. EnviTec sieht auf dem Papier wie ein relativ unrentabler Dienstleister aus und wird entsprechend niedrig bewertet.

Die Ernte wird ab 2013 eingefahren

Ich halte die Chancen, dass sich dies ab 2013 deutlich zum Besseren verändert, aber für sehr gut. Sobald die starke Expansion etwas an Tempo verliert, die Invesitionen und die Abschreibungen also sinken, wird die tatsächliche Ertragskraft von EnviTec deutlich werden. Dann wird das Unternehmen quasi die Ernte einfahren für die Arbeit der vergangenen Jahre.

Sobald der Markt dann eine konstant steigende Tendenz bei den Erträgen erkennt, wird auch das KGV wieder steigen. Bis es allerdings soweit ist, könnte noch einige Zeit ins Land gehen. Wer die Aktie also jetzt kauft, muss Geduld beweisen. Eine Dividende, quasi als Belohnung für die Wartezeit, wird ebenfalls nicht ausgeschüttet.

Umgekehrt könnte es sich aber auch als Fehler erweisen zu lange zu warten. Angesichts des durch die Insiderkäufe stetig sinkenden Free Floats könnte ich mir nämlich auch vorstellen, dass der Großaktionär TS Holding irgendwann versucht, die Aktie mittels einer Komplettübernahme wieder von der Börse zu nehmen. Der Börsengang diente ja laut eigener Aussage nur dem Zweck Kapital für die Expansion einzusammeln.

MEIN FAZIT:

- EnviTec leidet aktuell unter der Aversion der Anleger gegen Biotech-Aktien.

- Die guten Ergebnisse für 2011 kamen durch eine Sonderkonjunktur zustande, 2012 dürfte deutlich härter werden.

- Dennoch ist die Ertragskraft der im Eigenbetrieb befindlichen Anlagen groß. Der Einstieg in die Direktvermarktung bringt zusätzliche Fantasie.

- EnviTec könnte ab 2013 die Ernte für die bisherigen, von Investitionen geprägten Jahre, einfahren. Antizyklische Anleger sollten sich vorher bereits positionieren.


Viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage wünscht Ihnen

Ihr
Armin Brack
Chefredakteur Geldanlage-Report
www.geldanlage-report.de                    

 
02.05.12 20:50
#1225 Auftragsstand zum 31.12.2011: 171 Millionen Euro

Eigentlich sollte der aktuelle Auftragsbestand von 171 Millionen Euro (davon jetzt bereits 51% aus dem Ausland) fuer eine sehr gute Kapazitaetsauslastung des Anlagenbaus in diesem Jahr sorgen. Schliesslich lag der Abarbeitungsgrad im Rekordjahr 2011, wo man an der absoluten Kapazitaetsgrenze gearbeitet hat und im 3. und 4. Quartal sogar noch Zeitarbeiter einstellen musste (die mit Sicherheit NICHT ueber den Jahreswechsel hinaus weiterbeschaeftigt wurden), bei 201 Millionen Euro, also gerade mal 30 Millionen darueber. Wenn EnviTec (entgegen der Prognosen des CFO Fischer, dass die Nachfrage spaetestens ab dem 2. Halbjahr wieder anziehen sollte) keinen weiteren Auftrag mehr generieren wuerde, weder im In- noch im Ausland, dann sollte sich das eigentlich aufgrund des immer noch sehr grossen Auftragspolsters nicht besonders auf die Margen des Anlagenbaus in diesem Jahr auswirken. EnviTec rechnet auch fuer dieses Jahr mit einem positiven Ergebnisbeitrag durch den Anlagenbau, wobei hier die flexible Kostenstruktur (Zeitarbeiter) eine grosse Rolle spielt.

Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den am 30. Mai anstehenden Quartalsbericht Q1/12, weil dieser aufgrund signifikanter Restarbeiten an den vor dem 31.12.11 angeschlossenen Anlagen ungewoehnlich positiv ausfallen duerfte. Vielleicht erfahren wir dann ja auch mehr ueber den Zeitplan fuer die Begebung der Unternehmensanleihe in Hoehe von 35 Millionen Euro zur weiteren Expansion des Eigenbetriebs in Italien (dem Land mit den aktuell hoechsten Foerderquoten), ein Vorhaben, das die Eigenkapitalrendite und EBIT-Marge des Konzerns sehr stark verbessern wird.

Im Uebrigen moechte ich festhalten, dass obige Kaufempfehlung des Geldanlage-Reports sehr gut recherchiert ist und mit einigen Aussagen den Nagel auf den Kopf trifft. EnviTec befindet sich nach wie vor in einer expansiven Investitionsphase und nutzt natuerlich alle Gelegenheiten der Steuerverguenstigung (=Gewinnminderung) maximal aus, so wie das jeder Einzelne von uns bei seiner Steuererklaerung auch macht. Dabei sind bereits enorme stille Reserven entstanden, denn die Anlagen des Eigenbetriebs werden Jahrzehnte ueber ihre Abschreibungsdauer (10 Jahre) hinaus staatlich garantierte Gewinne produzieren und dann liegt die EBIT-Marge dieses Segments natuerlich weit ueber den oft zitierten 20-25 Prozent. Sobald die Geschwindigkeit des Ausbaus des Eigenbetriebs abnimmt, wird die Marge sehr stark ansteigen.  

 
03.05.12 10:08
#1226 Abschreibungsdauer 10 Jahre?

Bist Du Dir sicher mit der Abschreibungsdauer von 10 Jahren?  
Ich vermute variable Abschreibungszeiträume zwischen 5 bis 10 Jahren. Warum:

Zum 31.12.2011 lag der Anteil des Anschaffungspreises der Anlagen im Eigenbetrieb bei ca. 60,3 Mio. Euro, wovon schon 14,3 Mio Euro abgeschrieben waren. Im Q3 worden 2,1 Mio. Euro abgeschrieben, dass macht auf Jahr ca. 9 Mio. Euro. Im Q4 worden 3,6 Mio. abgeschrieben, was fast 15 Mio € p.a. bedeutet. Jetzt ist natürlich die Frage, wieviel von diesen Abschreibungen auf die Anlagenanteile im Eigenbetrieb zurück geführt werden können. Bin jetzt zu faul dafür.

Meine Vermutung ist eher, dass die Anlagen im Eigenbetrieb unterschiedlichen Abschreibungmodellen unterliegen. Schließlich hat fast jede Anlage im Eigenbetrieb eine eigens gegründete GmbH. Die einen Anlagen werden sehr schnell in 5 oder 6 Jahren abgeschrieben, andere wiederum in 8 oder 10 Jahren. So können die verschiedenen Stufen der Gewinnrakete in unterschiedlichen Jahren zünden. Doch bis dahin macht EnviTec das gleiche wie jeder Unternehmer. Es wird möglichst versucht, sich arm zu rechne, z.B. mit Abschreibungen. Der Investor einer Aktie will natürlich genau das Gegenteilige sehen. Das wir jedoch nicht einmal die 9,00€ nach den Zahlen überschritten haben, wundert mich schon etwas. Nur von welchen Anlegern sollen hier die wirklichen Kursimpulse kommen? Von den zaghaften Privatanlegern? Die Aktie ist ab 10 Tsd. Stück kaum handelbar. Vermutlich müssen noch mal positive Zahlen vorgelegt werden und so manch  ein Ökofonds oder ähnlicher fonds ist bestimmt schon drauf aufmerksam geworden. Doch hier worden auch viele Gelder abgezogen. Wenn 10 Fonds mit diesem Anlagespektrum nach und nach mit 100.000 einsteigen, wäre dies schon ein Impulsgeber.

Aber die Realität ist, dass wir eine Woche nach Rekordzahlen, kerngesunden Unternehmen und hervorragenden Zukunftsperspektiven und seit mehreren Jahren positiven Trend in den Zahlen ein neues Allzeittief markieren. Warten wir mal weiter auf die Trendwende. Die liegt vermutlich auch an einer nüchternen Betrachtung der Zahlen, ohne sie genauer anzuschauen:

  • negativer Kurstrend seit Jahren
  • KGV von 15,6 bei 8 Euro // KGV von 17,5 bei 9 Euro und 7,7 Mio. Gewinn
  • Welche Gewinnsteigerungen wann wie stark in Kraft treten (Nähert sich der Kurs dem Gewinn an oder der Gewinn dem Kurs? Noch ist das hohe KGV durch den Wachstum und Aufbau begründbar.
  • Keine Dividende bzw. noch keine Dividende, solange stark investiert wird. Glaube sehr, dass dies der Plan von Olaf von Lehmden und Kunibert Ruhe ist, langfristig ein Dividendentitel auf zu bauen und somit in einigen Jahren Millionen zu bekommen und dafür nur 25% Steuern zu zahlen.
  • wenige täglichen Umsätze und deswegen schlecht handelbar.

Bei genauerer Betrachtung:

  • Gewinne werden durch hohe Abschreibungen künstlich niedrig gehalten.
  • politische Rahmenbedingungen im Ausland können für neue Impulse sorgen (dumme Eurokrise!)
  • Aus dem Eigenbetrieb entwickeln sich neue Firmensegmente wie EnviTec Stromkontor und EnviTec Energy, die erst dieses Jahr offziell ihren Bertreib aufgenommen haben.
  • Irgendwie scheinen mir die Anlagen von EnviTec recht günstig (Beitrag # 1223)
  • finanzielle Lage der AG extrem robust.
  • EnviThan mit der Kooperation mit Evonik ist ein vielversprechender Ansatz für die Gasaufbereitung und somit den lukrativeren Bedingungen des neuen EEGs. Was auch sehr sinnvoll ist, das Biogas von der Stromerzeugung zu lösen.

Endlich beschäftigen sich auch wieder einige Analysten mit der Aktie und dem Unternehmen, jetzt muss halt nur die Aktie wieder zum Leben erweckt werden. Meine Erfahrung sagt mir, dass dies irgendwann bei anhaltend guter Zahlen passiert, und zwar dann, wenn niemand mehr damit rechnet.

Jetzt können wir eben nur die kommenden Zahlen abwarten:
30. Mai Quartal 1
24. Juli Hauptversammlung
30. August Halbjahresbericht
Und dann wird es im November wirklich interessant.

-----------
Meine Rechtschreibfehler sind übrigens gratis!
03.05.12 15:59
#1227 Abschreibungs- vs. Nutzungsdauer

In einer Modellrechnung von EnviTec fuer potentielle Kunden in Osteuropa ging man von einem Abschreibungszeitraum von 10 Jahren aus. Generell richtet sich die Abschreibungsdauer nach der jeweiligen steuergesetzlichen Lage, der Gewinnsituation des Unternehmens sowie der Unternehmensstrategie. EnviTec wird derzeit den kuerzestmoeglichen Abschreibungszeitraum waehlen (koennte mir vorstellen, dass dieser auch teilweise unter 10 Jahren liegt), denn das Unternehmen ist noch sehr jung und man befindet sich in einer aeusserst expansiven Aufbauphase, in der der Reinvestition (z.B. in Eigenbetriebsanlagen oder Auslandsexpansion) gegenueber der Ausschuettung von Gewinnen (z.B. durch Dividende) Vorrang eingeraeumt wird, was langfristig natuerlich absolut sinnvoll ist. Im Prinzip werden die Gewinne dabei aber nur in die Zukunft verlagert, die dann aber durch die vorangegangenen Investitionen der Vorjahre sowie das Auslaufen der Abschreibungen exponentiell groesser sein werden. Auf diese Weise zahlt sich diese Strategie letztendlich auch fuer den Fiskus aus. Die hohe Diskrepanz zwischen den angewandten Abschreibungszeitraeumen und der Lebensdauer der Anlagen wird sich fuer die Langfristinvestoren (wie z.B. Olaf von Lehmden) noch extrem auszahlen.

Ein weiterer Punkt sollte noch im Zusammenhang mit dem Geschaeftsbericht erwaehnt werden: Der Zeitraum zwischen Baubeginn einer Anlage und bis diese dann angeschlossen und auf 100% ganz hochgefahren ist vergehen ca. 12 Monate. Das ist eigentlich ein sehr kurzer Zeitraum, aber fuer die Betrachtung der Gewinnentwicklung in diesem Jahr sehr wichtig: Zunaechst einmal sind in 2011 nur hohe Kosten entstanden, aber von Quartal zu Quartal werden die neu angeschlossenen Anlagen an Ihre Maximalleistung herangefuehrt, was sich dann wiederum durch stetig steigende Gewinne im Segment Eigenbetrieb auswirken duerfte.

In der Summe der obigen beiden Punkte ergibt sich der Schluss, dass die Unternehmensgewinne ueberproportional ansteigen werden, sobald die Geschwindigkeit des Ausbaus des Eigenbetriebs abnimmt. Die finale Stufe des exorbitanten Gewinnwachstums zuendet, sobald die ersten Anlagen voll abgeschrieben sind.

 
10.05.12 16:41
#1228 Dieses Kurstief verstehe ich nicht mehr
Dieses Kurstief verstehe ich nicht mehr. Absolute Rekordzahlen. Gewinn wird wohl in den kommenden 5 Jahre überproportional ansteigen. Unternehmen ist strategisch und ökonomisch super psoitioniert. Es bestehen so gut wie keine finanziellen Gefahren. Solide geführt. Viele Segmente aufgebaut, so dass das Risiko gestreut ist. Vielversprechende Aussichten in den kommenden Jahren. Kurs pendelt beim Allzeittief. Genügend Aktien werden günstig im Xetra angeboten.
Deswegen wundert es mich, dass nicht zumindest einige diese Aktie zu diesen Kursen  zumindest in einem geringen Maße ihrem Depot beimischen. Meine nicht viel, so 100-1000 Stück. Ist meiner Anischt nach ein sicheres und solides Langzeitinvestment, zumindest als Beimischung. Und das wir nicht zumindest über 9 Euro gestiegen sind verstehe ich nun wirklich nicht mehr. Börsenumfeld hin oder her, ein so gut aufgestelltes junges Unternehmen, welches sich permanent weiter entwickelt, habe ich selten zu solchen Schleuderpreisen gesehen.
Aber was soll es, so kann sich EnviTec in aller Ruhe weiter entwickeln und Schlauberger können hier einen schönen Bestand eines vermutlichen Dividendentitel von übermorgen günstig aufbauen. Natürlich locken viele Chancen im Markt.  
-----------
Meine Rechtschreibfehler sind übrigens gratis!
11.05.12 15:31
#1229 EnviTec erhält Biogas-Innovationspreis

DGAP-News: EnviTec Biogas AG / Schlagwort(e): Produkteinführung EnviTec Biogas AG: Deutscher Bauernverband (DBV) prämiert Biogasaufbereitung EnviThan

11.05.2012 / 12:00

Deutscher Bauernverband (DBV) prämiert Biogasaufbereitung EnviThan

EnviTec Biogas erhält Biogas-Innovationspreis der deutschen Landwirtschaft

Lohne, den 11. Mai 2012 - Die EnviTec Biogas AG hat den diesjährigen Biogas-Innovationspreis der deutschen Landwirtschaft für ihre Biogasaufbereitungstechnologie EnviThan in der Kategorie Wirtschaft erhalten. Der Deutsche Bauernverband (DBV) prämierte das innovative Membranverfahren von EnviTec im Rahmen des Biogas-Innovationskongresses in Osnabrück. Der Kongress stand unter dem Thema Effizienzsteigerungen und Optimierung bei der Biogasproduktion. Für den begehrten Preis hatten sich zahlreiche Biogasunternehmen mit mehr als 50 technologischen Innovationen beworben. Ausgezeichnet wurden die beiden besten Neuerungen aus Wirtschaft und Wissenschaft.

'Wir sind sehr stolz, dass wir die Jury mit unserer innovativen Gasaufbereitungstechnologie EnviThan überzeugen konnten', sagt Jürgen Tenbrink, Technikvorstand der EnviTec Biogas AG. 'Bei der immer wichtiger werdenden Aufbereitung von Bioerdgas sehen wir die Zukunft in der von uns verwendeten Membrantechnologie, die allen bisherigen Verfahren zur Aufbereitung weit überlegen ist - vor allem aus Wirtschaftlichkeits- und Umweltgesichtspunkten', erklärt Tenbrink.

Seit Anfang des Jahres stattet EnviTec Biogas seine Aufbereitungsanlagen mit Membranmodulen von Evonik Industries aus. Mit den modernen Hohlfasermembranen lässt sich in Biogasanlagen erzeugtes Rohbiogas besonders effizient reinigen, um es als hochreines Biomethan direkt in das Erdgasnetz einzuspeisen. Biogasanlagenbetreiber können mit der neuen Technologie von den Vorteilen profitieren, die das novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für aufbereitetes Biogas vorsieht.

Die neue Technologie, mit der Evonik bereits seit Anfang 2011 störungsfrei in einer Biogasanlage in Österreich Methan aus Rohbiogas auf mehr als 98 Prozent Gehalt reinigt, nutzt die unterschiedliche Größe von Gasmolekülen: Da Kohlendioxidmoleküle kleiner sind als Methanmoleküle, können sie die Mikroporen der Membran wesentlich schneller durchwandern. An der Hochdruckseite der Membran sammelt sich somit Methan an, während die unerwünschten Komponenten des Biogases passieren.

Über den Weg der Aufbereitung zu Bioerdgas eignet sich Biogas ideal zur dezentralen Energieversorgung. Es ist nicht mehr notwendig, dass eine Biogasanlage in der Nähe eines Wärmeverbrauchers liegt: Auf dem Land erzeugtes Biogas kann in der Stadt dem Erdgasnetz entnommen und in Blockheizkraftwerken (BHKW) zu Wärme und Strom verwertet werden. Die EnviTec-Tochterfirma EnviTec Energy bietet kommunalen, gewerblichen und industriellen Kunden über Contracting-Modelle die Lieferung grüner Wärme an. Energievermarkter und Stadtwerke können außerdem zu Erdgasqualität aufbereitetes Biogas direkt von EnviTec Energy beziehen, um es als Bioerdgas für ihre Kunden zu nutzen.

Über die EnviTec Biogas AG Die EnviTec Biogas AG deckt die gesamte Wertschöpfungskette für die Herstellung von Biogas ab: Dazu gehört die Planung und der schlüsselfertige Bau von Biogasanlagen ebenso wie deren Inbetriebnahme. Das Unternehmen übernimmt bei Bedarf den biologischen und technischen Service und bietet außerdem das gesamte Anlagenmanagement sowie die Betriebsführung an. Daneben betreibt EnviTec auch eigene Biogasanlagen. 2011 hat EnviTec Biogas mit der EnviTec Energy GmbH & Co. KG und deren hundertprozentigen Tochter EnviTec Stromkontor GmbH & Co. KG das Geschäftsfeld um die direkte Vermarktung von aufbereitetem Biomethan sowie die Grünstrom- und Regelenergievermarktung erweitert. Die EnviTec Biogas AG ist inzwischen europaweit in 15 Ländern und darüber hinaus in Indien vertreten. Im Jahr 2011 hat EnviTec einen Umsatz von 243,9 Mio. Euro und einen Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) von 10,8 Mio. Euro erzielt. Insgesamt beschäftigt die EnviTec-Gruppe derzeit 459 Mitarbeiter. Seit Juli 2007 ist EnviTec Biogas im Börsensegment Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

http://www.deraktionaer.de/newsticker/...eitung-envithan-18151279.htm

 
Seite:  Zurück   1  |  2    |  50    von   50     
Antwort einfügen - nach oben
Lesezeichen mit Kommentar auf diesen Thread setzen: