Ölpreise im Aufwind: Das sieht explosiv aus!


20.02.12 11:23
aktiencheck.de EXKLUSIV

London (www.aktiencheck.de) - Die Experten von "Capital-Manager" haben einen aktuellen Bericht zum Ölmarkt verfasst.

Nachfolgend finden Sie den genauen Wortlaut des Berichts:

Während sich die Aktienmärkte scheinbar von nichts und niemandem auf ihrem Weg nach oben aufhalten lassen, sind auch die Ölpreise in Bewegung. Wir hatten unsere Leser erst am 7. Februar auf steigende Brent-Preise eingeschworen. Bereits bei 116 USD je Barrel war ein deutliches Kaufsignal zu erkennen. Heute steht Brent unmittelbar an der damals genannten ersten Hürde bei 120 USD - ein neues Mehrjahreshoch! "Die ersten Ziele auf der Oberseite: 120 und 126 US-Dollar!" schrieben wir vor knapp zwei Wochen, was weiterhin seine Gültigkeit hat.

Die Gründe für diese Zuwächse liegen auf der Hand: Neben der Kältewelle in Europa zieht der Iran-Konflikt seine Kreise. Der iranische Fernsehsender Press TV berichtete vergangene Woche, dass der Iran die Öllieferungen an die EU stoppen wolle, noch bevor das EU-Ölembargo im Juli in Kraft tritt. Zwar folgte umgehend das Dementi des iranischen Ölministeriums, doch der erste Schock saß. Pikant: Zwei Drittel der europäischen Ölimporte aus dem Iran gehen ausgerechnet auf die europäischen Sorgenkinder Griechenland, Italien und Spanien zurück. Am gestrigen Sonntag dann die nächste Schlagzeile: "Iran stoppt Ölverkauf an Briten und Franzosen" - the story goes on and on and on.

Im Sommer wird es ernst

Mit Inkrafttreten der Sanktionen fehlen dem Markt dann 1,3 Mio. Barrel Erdöl. Ein Umstand, auf den sich die OPEC-Länder vorbereiten. Aber vor möglichen Überraschungen wappnen auch die besten Planspiele nur bedingt. So fehlen dem Markt bereits heute rund 0,75 Mio. Barrel an täglicher Förderleistung in Syrien, dem Süd-Sudan und Jemen. Erreicht der arabische Frühling weitere Ölförderstaaten oder wird der kalte Krieg gegen den Iran zu einem heißen, dürfte dies den Ölmarkt empfindlich treffen und Brent die alten Hochs aus 2008 überschreiten. Das würde Preise über 140 Dollar bedeuten und den derzeit konsumfreudigen Verbraucher wohl fast 2 Euro pro Liter Sprit kosten.

Wer vom derzeit laufenden Ausbruch der Energiepreise profitieren möchte, sollte sich die Papiere einiger Ölgesellschaften ansehen. Auch der Capital-Manager hat sich bereits mit einem Öl- und Gasproduzenten positioniert.

Außerdem hat derzeit das gegenüber Brent deutlich günstigere US-Öl WTI noch Nachholpotenzial. Wie Sie sehen, nimmt auch diese Ölsorte wieder Fahrt auf: Das im Wochenchart generierte Kaufsignal ist eindeutig! (20.02.2012/ac/e/k)






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