Ecommerce Alliance operative Gewinnschwelle wird in 2012 überschritten


13.02.12 09:17
GBC AG

MünchenAugsburg (aktiencheck.de AG) - E-Commerce ist eines der Trendthemen des vergangenen und laufenden Jahres. Nicht nur wächst der e-Commerce-Markt mit klar zweistelligen Steigerungsraten, auch die Bedeutung des Online-Shoppings im Vergleich zum klassischen Einzelhandel nimmt rasant zu, auch begünstigt durch die zunehmende Verbreitung des mobilen Internets.

Der GBC-Analyst Felix Gode hat sich mit Justine Mross, Finanzvorstand der
Ecommerce Alliance AG (ISIN DE000A1C9YW6 / WKN A1C9YW) unterhalten.

GBC AG: Der Umsatz im deutschen E-Commerce hat in 2011 um über 17% zugelegt und erstmalig die 20 Mrd. EUR-Grenze überschritten. Sehen Sie infolge der starken Wachstumsraten der vergangenen Jahre eine gewisse Abflachung des Wachstumstrends in den nächsten zwei, drei Jahren?

Justine Mross: Die Wachstumsparameter im deutschen e-Commerce-Markt zeigen weiterhin steil nach oben. Die Gründe dafür sind insbesondere Trends wie Mobile Internet, Social Networks oder Couponing. Gerade das immer weiter verbreitete mobile Internet wird hierbei eine wichtige Rolle spielen. Hier schlummert großes Potenzial. Internetfähige Handys informieren den Konsumenten und erleichtern den Verkaufsprozess. Bei pauldirekt werden z.B. inzwischen rund 10% des Umsatzes über eine App generiert.

GBC AG: Insbesondere das Weihnachtsgeschäft hat in 2011 alle Rekorde in Sachen Internetshopping gebrochen. 10% Zuwachs waren gegenüber 2010 zu verzeichnen. Hat sich das auch bei Ihren Beteiligungsunternehmen bemerkbar gemacht?

Justine Mross: Das Weihnachtsgeschäft bei unseren Beteiligungen verlief uneinheitlich. Sehr gute Zuwächse erzielten wir insbesondere beim Verkauf von Gutscheinen bei spassbaron und bei der Schmuck-Onlineshopping-Plattform pearlfection. Letztere konnte den Schmuckabsatz im Weihnachtsgeschäft sogar überproportional steigern.

GBC AG: Drei Ihrer Beteiligungsunternehmen haben in 2011 Wachstumsfinanzierungen erhalten. Wurden diese Mittel bereits im 2. Halbjahr 2011 verwendet und welche konkreten Maßnahmen wurden ergriffen?

Justine Mross: Die Mittel wurden ab dem vierten Quartal eingesetzt und weitgehend in den Bereichen Media, Marketing und Personalaufbau investiert, um die Kundenbasis und Reichweite der betreffenden Unternehmen auszubauen. Jedoch muss man natürlich darauf achten, dass die Mittelverwendung überlegt und genau dosiert ist, denn die Kunden sollen natürlich möglichst nachhaltig gebunden werden, auch über das Weihnachtsgeschäft hinaus.

GBC AG: Das umsatzstärkste Beteiligungsunternehmen ist pauldirekt. Dieses schreibt aber noch rote Zahlen. Wann planen Sie das Unternehmen in die Gewinnzone führen zu können?

Justine Mross: pauldirekt wird auf Grund seines Wachstums und den damit verbundenen Investitionen auch noch in diesem Jahr rote Zahlen schreiben. Es ist jedoch geplant, dass das Unternehmen zum Jahresende auf Monatsbasis die Gewinnschwelle erreicht, so dass in 2013 dann auch auf Gesamtjahressicht schwarze Zahlen möglich sind.

GBC AG: Die Bewertungsniveaus für Unternehmens-Transaktionen im Bereich des Internetkommerz sind derzeit atemberaubend. Sind Exits gegebenenfalls eine Option für Sie?

Justine Mross: Natürlich sind Exits - gerade bei den Minderheitsbeteiligungen - eine gute Option, um vorhandene Werte zu heben. Wir rechnen damit, dass es im Laufe dieses Jahres einen ersten Exit geben wird.

GBC AG: Und auf der anderen Seite? Planen Sie in 2012 eventuell das Beteiligungsportfolio auszuweiten und selber auf der Käuferseite aktiv zu werden?

Justine Mross: Wir werden in 2012 weiter organisch wachsen, um jedoch die Wachstumskurve zu beschleunigen ist es nicht ausgeschlossen das Portfolio aktiv zu erweitern. Was das anbelangt, schauen wir uns natürlich kontinuierlich am Markt um und sondieren entsprechende Möglichkeiten.

GBC AG: Für 2012 steht für einige Beteiligungen Internationalisierung auf dem Plan.
Welche Unternehmen wird das betreffen und wo sind die Zielmärkte?

Justine Mross: Am stärksten internationalisiert ist derzeit shirtinator, die neben Deutschland auch bereits auf den Auslandsmärken Tschechien, Slowakei und Frankreich positioniert ist. Von dieser Pionierarbeit werden auch die anderen Beteiligungen profitieren, indem hier bereits erzielte Erfahrungswerte genutzt werden können und diese Schritte dann ohne Reibungsverluste vollzogen werden können.

GBC AG: Ihr Beteiligungsportfolio umfasst ja eine ganze Reihe von Unternehmen. Gibt
es zwischen den einzelnen Unternehmen Synergien und wie können diese gehoben werden?

Justine Mross: Die Ecommerce Alliance AG führt mehrere internetbasierte Geschäftsmodelle in einem Konzern zusammen. Sie kann die Einheiten jeweils mit den erfolgskritischen Marketing- und Logistikdienstleistungen unterstützen, namentlich mit Hilfe der Dienstleistungen unserer Beteiligungen getperformance und getlogics. Dieses schafft gerade bei den jungen Beteiligungen strukturiert Synergien, was nicht nur kosteneffizient ist, sondern auch die Wettbewerbspositionierung der einzelnen Beteiligungen verbessert.

GBC AG: Auch auf Konzernebene wird in 2011 wohl noch ein Verlust auf EBITDA-Ebene anfallen. Wie stehen derzeit die Chancen, dass sich das in 2012 ändert und schwarze operative Zahlen geschrieben werden können?

Justine Mross: Unser Plan, in 2012 auf der EBITDA-Ebene aus organischer Kraft eine schwarze Null zu schreiben, hat nach wie vor Bestand.

GBC AG: Frau Mross, ich danke Ihnen für das Gespräch.

GBC-Fazit: Die Ecommerce Alliance ist in einem der derzeit spannendsten Märkte aktiv. Das Branchen-Wachstum und die öffentliche Aufmerksamkeit sind hoch. Mit ihren Beteiligungsunternehmen ist die Ecommerce Alliance in verschiedenen Teilbereichen des e-Commerce aktiv und profitiert von dem übergelagerten Trend des rasch wachsenden Internetgeschäfts. (13.02.2012/ac/i/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Analyse, übermittelt von der aktiencheck.de AG.
Die aktiencheck.de AG veröffentlicht diese Analyse im Auftrag des gegenständlichen Unternehmens. Für die Erstellung und den Inhalt der Analyse ist nicht die aktiencheck.de AG, sondern die Quelle/ der Verfasser selbst verantwortlich. Weitere mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.






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