Dürr blickt auf Rekordjahr zurück, plant deutliche Dividendenerhöhung


21.02.12 09:37
aktiencheck.de EXKLUSIV

Bietigheim-Bissingen (www.aktiencheck.de) - Die Dürr AG (ISIN DE0005565204 / WKN 556520) meldete am Dienstag, dass sie im Jahr 2011 bei allen wesentlichen Kennzahlen besser abgeschnitten hat als im Vorjahr. Der Auftragseingang stieg auf eine neue Höchstmarke. Dabei profitierte der Maschinen- und Anlagenbauer von dem anhaltenden Kapazitätsaufbau der Automobilindustrie in China und anderen Emerging Markets. Viele Automobilhersteller holten Investitionen nach, die sie in der Krise 2008/2009 verschoben hatten. Die Dividende soll deutlich angehoben werden.

Wie der Konzern mitteilte, erhöhte sich der Umsatz um 52 Prozent auf 1,92 Mrd. Euro. Dabei stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 106,5 Mio. Euro (Vorjahr: 36,6 Mio. Euro), womit Dürr beim EBIT erstmals die Schwelle von 100 Mio. Euro überschritt. Die EBIT-Marge betrug 5,5 Prozent. Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich von 7,1 Mio. Euro im Vorjahr auf nun 64,3 Mio. Euro.

Der Auftragseingang stieg 2011 um 63,5 Prozent auf die historische Höchstmarke von 2,68 Mrd. Euro. In das laufende Jahr ist der Konzern mit einem Rekordauftragsbestand von 2,14 Mrd. Euro gestartet (+57,7 Prozent).

Im Schlussquartal 2011 wuchs der Umsatz um 51,1 Prozent auf 614,7 Mio. Euro. Das EBIT verdoppelte sich auf 44,9 Mio. Euro. Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 29,7 Mio. Euro, nach 17 Mio. Euro im vierten Quartal 2010.

Die Dividende soll von 0,30 Euro pro Aktie im Vorjahr auf 1,20 Euro pro Aktie angehoben werden. Die Tarifmitarbeiter in Deutschland erhalten für 2011 eine Erfolgsbeteiligung von 1.500 Euro.

Den Angaben zufolge setzte sich die starke Nachfrage in den ersten Wochen des laufenden Jahres fort. Daher geht Dürr von einem anhaltend positiven Marktumfeld in der Automobilindustrie aus. Auch der nordamerikanische Markt zeigt ein erfreuliches Wachstum. Dadurch kann Dürr die schwächere Nachfrage in Westeuropa, auf das 2011 lediglich 9 Prozent (ohne Deutschland) der Bestellungen entfielen, gut ausgleichen.

Aus heutiger Sicht dürfte der Auftragseingang im laufenden Jahr 2 Mrd. Euro überschreiten. Der Umsatz soll um mindestens 5 Prozent auf über 2 Mrd. Euro steigen. Dafür sprechen der hohe Auftragsbestand und die starke Position von Dürr in den Emerging Markets. Das Ergebnis soll abermals stärker als der Umsatz steigen; für 2012 wird eine EBIT-Marge von 5,5 bis 6,0 Prozent angestrebt. Die Belegschaft wird sich voraussichtlich um rund 300 Personen vergrößern. Neben den Emerging Markets sollen auch in Deutschland zusätzliche Stellen entstehen, hieß es.

Die Analysten der Deutschen Bank bewerteten die Dürr-Aktie in einer Aktienanalyse vom 17. Februar 2012 unverändert mit dem Rating "buy". Das Kursziel wurde von 42,00 Euro auf 48,00 Euro angehoben.

Der Aktienkurs von Dürr kann derzeit 0,07 Prozent auf 43,12 Euro zulegen. (21.02.2012/ac/e/a)





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