BayWa 2012 wird Jahr des "sanften Umbaus" der Konzernstruktur
08.12.11 09:53
aktiencheck.de EXKLUSIV
München (aktiencheck.de AG) - Die BayWa AG (ISIN DE0005194062 / WKN 519406) ist ein Groß- und Einzelhandelsunternehmen mit Unternehmenssitz in München. Die Geschäftsaktivitäten teilen sich auf in die Segmente Agrar, Baustoffe, Technik, Bau- und Gartenmarkt, Energie und Obst. Weitere Konzerngesellschaften befassen sich mit Konsumgüterproduktion und Autohandel. Das Unternehmen hat inklusive Franchise- sowie Partnerunternehmen rund 3.000 Vertriebsstandorte in elf europäischen Ländern.
aktiencheck.de EXKLUSIV führte ein kurzes Interview mit Herrn Andreas Helber, dem CFO der BayWa AG.
aktiencheck.de EXKLUSIV: Der BayWa-Konzern setzt die Straffung seines Portfolios konsequent und dynamisch fort. Ihre Gesellschaft trennt sich über eine Partnerschaft mit Hellweg vom Bau- und Gartenmarktgeschäft (DIY) und möchte demnächst die Mehrheit am größten neuseeländischen Obstexporteur an Turners & Growers Ltd. übernehmen. Mit diesen Maßnahmen wollen Sie vor allem höhere Gewinne aus lukrativeren Geschäftsbereichen rund um die Kernbereiche Agrar und Energie erzielen. Welche anderen Vorhaben haben Sie in den kommenden Quartalen in Bezug auf den Konzernumbau noch auf dem Plan und bis wann wollen Sie diesen Prozess abschließen?
BayWa: In 2012 werden wir insbesondere unser Immobilienportfolio "straffen". Hier planen wir umfangreichere Verkäufe "nicht betriebsnotwendiger Immobilien", um hier gebundenes Kapital besser nutzen zu können. Ferner möchten wir im kommenden Jahr erst einmal unsere Beteiligungen, die wir in den letzten zwei Jahren erworben haben konsolidieren, um weitere Synergien zu heben. Darüber hinaus sind im Rahmen der Ausgründung unserer Bau- & Gartenmärkte interne Prozessanpassungen notwendig. Dies werden die Schwerpunkte unserer Arbeit in 2012 sein, die einen wesentlichen Teil des "sanften Umbaus" der BayWa ausmachen.
aktiencheck.de EXKLUSIV: Die BayWa AG hat vor ein paar Monaten die Mehrheit an den Solar-Großhandelsaktivitäten der britischen Firma Dulas übernommen und ist so ins Solartechnik-Großhandelsgeschäft in Großbritannien eingestiegen. Eine Mehrheitsübernahme am Windprojektierungsunternehmen WKN USA und der Einstieg ins US-Windkraftgeschäft sind im September gefolgt. Nun beteiligt sich Ihre Gesellschaft mit 70 Prozent am italienischen Photovoltaik-Großhändler Tecno Spot GmbH. Welche konkreten Vorteile versprechen Sie sich von diesen Engagements im Hinblick auf das Geschäft mit den regenerativen Energiequellen? Wird Ihre Gesellschaft demnächst international noch stärker in diesem Geschäftsfeld expandieren?
BayWa: Wir haben, anders als viele andere Unternehmen, eine sehr klare Strategie im Geschäftsfeld der regenerativen Energie. So kommt vor allem ein Engagement in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Produktion von Photovoltaik für uns nicht in Frage. Ferner wollen wir uns nicht auf einzelne Produkte und Länder beschränken. Vor diesem Hintergrund "fahren" wir eine duale Diversifikationsstrategie: Wir betrachten Solar, Wind und Biomasse als erste Ebene der Diversifikation. Die zweite Ebene der Diversifikation ist länderübergreifende: Wir beschäftigen uns nicht nur mit dem deutschen Markt, sondern sehen das Geschäft international. Wenn z.B. der Solarmarkt Deutschland nicht laufen sollte, dann kommt das Ergebnis eben aus Spanien oder den USA. Das heißt also Umsatz- und Ertragssicherheit durch Risikostreuung, vor allem in den immer noch von der Förderungspolitik abhängigen Märkten. Die Strategie geht auf: Wir werden eine gute Ergebnisverbesserung in diesem Jahr haben und wollen das auch in den nächsten Jahren erreichen. Akquisitionen in diesem Bereich stehen zwar nicht oben auf der Agenda für 2012, aber sollten sich interessante Übernahmeziele ergeben, sind kleinere Akquisitionen im nächsten Jahr grundsätzlich nicht auszuschließen.
aktiencheck.de EXKLUSIV: Der BayWa-Konzern profitiert von seiner sehr breiten Aufstellung wie auch von seiner starken Position auf dem Heimatmarkt Deutschland, wo rund zwei Drittel des Umsatzes erwirtschaftet werden. Trotz der inzwischen schon ziemlich spürbaren Konjunkturabkühlung sowie der unsicheren Wirtschaftsaussichten, die auch gewisse Risiken für alle Geschäftsbereiche der BayWa AG mit sich bringen, steht die deutsche Wirtschaft im internationalen Vergleich immer noch vergleichsweise gut da. Stehen damit auch die Chancen für Ihren Konzern gut, realtiv glimpflich durch die Schuldenkrise zu kommen?
BayWa: Wir sind auch durch andere so genannten Krisenjahre recht gut gekommen. Das liegt daran, dass wir in den Bereichen Ernährung, Wohnen und Energie tätig sind - also Grundbedürfnisse bedienen! Natürlich kann niemand die Zukunft vorhersehen, aber wir fühlen uns durch die Umsetzung unserer Strategie in den letzten drei Jahren gut aufgestellt.
aktiencheck.de EXKLUSIV: Die Aktionäre der BayWa AG durften sich in den vergangenen Jahren immer wieder über die steigende Dividende freuen. Das laufende Geschäftsjahr verläuft bisher gut und auch im Schlussquartal ist kein Geschäftseinbruch zu erwarten, so dass die 2011er-Ergebnisse positiv ausfallen sollten. Werden Ihre Aktionäre an Ihrem Geschäftserfolg noch stärker partizipieren können oder wollen Sie Ihren Gewinn diesmal vielleicht auch etwas mehr für andere Zwecke nutzen?
BayWa: Über die Höhe der Dividende für 2011 gibt es zwar noch keine Entscheidung in unserem Hause, aber ich gehe davon aus, dass wir nicht weniger Dividende zahlen als in diesem Jahr, also mindestens 50 Cent.
aktiencheck.de EXKLUSIV bedankt sich für dieses Interview und wünscht der BayWa AG weiterhin viel geschäftlichen Erfolg. (08.12.2011/ac/e/i)
aktiencheck.de EXKLUSIV führte ein kurzes Interview mit Herrn Andreas Helber, dem CFO der BayWa AG.
aktiencheck.de EXKLUSIV: Der BayWa-Konzern setzt die Straffung seines Portfolios konsequent und dynamisch fort. Ihre Gesellschaft trennt sich über eine Partnerschaft mit Hellweg vom Bau- und Gartenmarktgeschäft (DIY) und möchte demnächst die Mehrheit am größten neuseeländischen Obstexporteur an Turners & Growers Ltd. übernehmen. Mit diesen Maßnahmen wollen Sie vor allem höhere Gewinne aus lukrativeren Geschäftsbereichen rund um die Kernbereiche Agrar und Energie erzielen. Welche anderen Vorhaben haben Sie in den kommenden Quartalen in Bezug auf den Konzernumbau noch auf dem Plan und bis wann wollen Sie diesen Prozess abschließen?
BayWa: In 2012 werden wir insbesondere unser Immobilienportfolio "straffen". Hier planen wir umfangreichere Verkäufe "nicht betriebsnotwendiger Immobilien", um hier gebundenes Kapital besser nutzen zu können. Ferner möchten wir im kommenden Jahr erst einmal unsere Beteiligungen, die wir in den letzten zwei Jahren erworben haben konsolidieren, um weitere Synergien zu heben. Darüber hinaus sind im Rahmen der Ausgründung unserer Bau- & Gartenmärkte interne Prozessanpassungen notwendig. Dies werden die Schwerpunkte unserer Arbeit in 2012 sein, die einen wesentlichen Teil des "sanften Umbaus" der BayWa ausmachen.
aktiencheck.de EXKLUSIV: Die BayWa AG hat vor ein paar Monaten die Mehrheit an den Solar-Großhandelsaktivitäten der britischen Firma Dulas übernommen und ist so ins Solartechnik-Großhandelsgeschäft in Großbritannien eingestiegen. Eine Mehrheitsübernahme am Windprojektierungsunternehmen WKN USA und der Einstieg ins US-Windkraftgeschäft sind im September gefolgt. Nun beteiligt sich Ihre Gesellschaft mit 70 Prozent am italienischen Photovoltaik-Großhändler Tecno Spot GmbH. Welche konkreten Vorteile versprechen Sie sich von diesen Engagements im Hinblick auf das Geschäft mit den regenerativen Energiequellen? Wird Ihre Gesellschaft demnächst international noch stärker in diesem Geschäftsfeld expandieren?
aktiencheck.de EXKLUSIV: Der BayWa-Konzern profitiert von seiner sehr breiten Aufstellung wie auch von seiner starken Position auf dem Heimatmarkt Deutschland, wo rund zwei Drittel des Umsatzes erwirtschaftet werden. Trotz der inzwischen schon ziemlich spürbaren Konjunkturabkühlung sowie der unsicheren Wirtschaftsaussichten, die auch gewisse Risiken für alle Geschäftsbereiche der BayWa AG mit sich bringen, steht die deutsche Wirtschaft im internationalen Vergleich immer noch vergleichsweise gut da. Stehen damit auch die Chancen für Ihren Konzern gut, realtiv glimpflich durch die Schuldenkrise zu kommen?
BayWa: Wir sind auch durch andere so genannten Krisenjahre recht gut gekommen. Das liegt daran, dass wir in den Bereichen Ernährung, Wohnen und Energie tätig sind - also Grundbedürfnisse bedienen! Natürlich kann niemand die Zukunft vorhersehen, aber wir fühlen uns durch die Umsetzung unserer Strategie in den letzten drei Jahren gut aufgestellt.
aktiencheck.de EXKLUSIV: Die Aktionäre der BayWa AG durften sich in den vergangenen Jahren immer wieder über die steigende Dividende freuen. Das laufende Geschäftsjahr verläuft bisher gut und auch im Schlussquartal ist kein Geschäftseinbruch zu erwarten, so dass die 2011er-Ergebnisse positiv ausfallen sollten. Werden Ihre Aktionäre an Ihrem Geschäftserfolg noch stärker partizipieren können oder wollen Sie Ihren Gewinn diesmal vielleicht auch etwas mehr für andere Zwecke nutzen?
BayWa: Über die Höhe der Dividende für 2011 gibt es zwar noch keine Entscheidung in unserem Hause, aber ich gehe davon aus, dass wir nicht weniger Dividende zahlen als in diesem Jahr, also mindestens 50 Cent.
aktiencheck.de EXKLUSIV bedankt sich für dieses Interview und wünscht der BayWa AG weiterhin viel geschäftlichen Erfolg. (08.12.2011/ac/e/i)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 27,16 € | 27,01 € | 0,15 € | +0,55% | 21.05./20:31 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0005194062 | 519406 | 33,50 € | 23,51 € | |
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