BDI kritisiert Deutschlands Rolle rückwärts bei ACTA
13.02.12 15:05
aktiencheck.de EXKLUSIV
Berlin (aktiencheck.de AG) - Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) fordert die Bundesregierung auf, das Anti-Piraterie-Abkommen ACTA zügig zu unterzeichnen.
"Mit ihrer Rolle rückwärts beim Anti-Piraterie-Abkommen ACTA schadet die Bundesregierung dem Innovationsstandort Deutschland und sendet ein fatales Signal nach Brüssel. Die Bundesregierung muss ihre Verantwortung jetzt wahrnehmen und das Abkommen zügig unterzeichnen", sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Markus Kerber. ACTA leiste einen wichtigen Beitrag zum Schutz deutscher Innovationen im internationalen Handel.
"Die deutsche Industrie als Exporteur von vielen Qualitätsprodukten gehört zu den Hauptbetroffenen steigender Pirateriezahlen - mit allen Konsequenzen für den Arbeitsmarkt und die Steuereinnahmen", betonte Kerber. Gefälschte Produkte wie Medikamente, Spielzeug oder Elektronik gefährdeten nicht nur den Wirtschaftsstandort Deutschland, sondern auch den Verbraucher. Kerber: "ACTA steht daher auch im Interesse des Allgemeinwohls."
"Hauptziel ist, die gewerbliche Produkt- und Markenpiraterie in der Breite zu bekämpfen, nicht illegale Musicdownloads zu verfolgen", so Kerber. ACTA berühre weder bestehende Datenschutzregelungen, noch werde das Abkommen den Zugang zum Internet behindern oder Webseiten zensieren.
Der Schaden durch den Import gefälschter Produkte in die EU betrage schon jetzt rund 8 Mrd. Euro im Jahr. Deshalb müssten die Staaten bei der Rechtsdurchsetzung besser zusammenarbeiten. (13.02.2012/ac/e/mb)
"Mit ihrer Rolle rückwärts beim Anti-Piraterie-Abkommen ACTA schadet die Bundesregierung dem Innovationsstandort Deutschland und sendet ein fatales Signal nach Brüssel. Die Bundesregierung muss ihre Verantwortung jetzt wahrnehmen und das Abkommen zügig unterzeichnen", sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Markus Kerber. ACTA leiste einen wichtigen Beitrag zum Schutz deutscher Innovationen im internationalen Handel.
"Hauptziel ist, die gewerbliche Produkt- und Markenpiraterie in der Breite zu bekämpfen, nicht illegale Musicdownloads zu verfolgen", so Kerber. ACTA berühre weder bestehende Datenschutzregelungen, noch werde das Abkommen den Zugang zum Internet behindern oder Webseiten zensieren.
Der Schaden durch den Import gefälschter Produkte in die EU betrage schon jetzt rund 8 Mrd. Euro im Jahr. Deshalb müssten die Staaten bei der Rechtsdurchsetzung besser zusammenarbeiten. (13.02.2012/ac/e/mb)
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